Realitätsnahe ­Ausbildung dank VR

Start-up Virtual Reality Learning
Realitätsnahe ­Ausbildung dank VR

Realitätsnahe ­Ausbildung dank VR

(Quelle: Virtual Reality Learning)
Artikel erschienen in IT Magazine 2018/03
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3. März 2018 -  Mit der Software von Virtual Reality Learning können Fahrschüler reale Gefahrensituationen in der virtuellen Welt erleben und die richtige Reaktion darauf üben.
Passender könnte das Büro von Virtual Reality Learning (VRL) nicht liegen, ist das Zürcher Start-up doch in den Räumlichkeiten der Fachstelle ASN für die Alkohol- und Drogenprävention im Strassenverkehr einquartiert. Passend deshalb, weil sich VR Learning die Revolution des Lernprozesses für Fahrschüler auf die Fahne geschrieben hat. Ziel des Start-ups, das 2015 von Lionel Kuster gegründet wurde, ist es, eine Software anzubieten, die Fahrlehrer bei ihren Schülern einsetzen können. So soll ein Virtual-Reality-­Simulator für eine realitätsnahe Ausbildung dabei helfen, dass Fahrschüler Gefahrensituationen mittels virtueller Realität quasi echt erleben können und nicht nur im Frontalunterricht theoretisch davon hören. "Mit unserer Software können wir zum Beispiel simulieren, dass ein kleines Kind vor das Auto rennt. Diese Situation kann mit dem Fahrlehrer im Auto nicht direkt geübt werden, die Fahrschüler kennen sie somit auch nach dem Bestehen der Prüfung nicht aus der Praxis und wissen nicht, wie sie in einer solchen Situation tatsächlich reagieren würden. Dank unserer Software werden solche realen Szenarien simuliert und den Fahrschülern wird nochmals bewusst gemacht, welche Gefahren im Strassenverkehr lauern", erklärt Gründer und Geschäftsführer Lionel Kuster.

Lancierung für Ende 2018

Die finale Version der Software, die seit rund drei Jahren entwickelt wird, soll Ende dieses Jahres auf den Markt kommen. Als Basis der Software kommt Unity zum Einsatz, in welches die VRL Engine implementiert wurde. "Wir hatten als Basis auch Unreal evaluiert, bei Unity gibt es aber unserer Einschätzung nach mehr Ressourcen und man hat entsprechend auch auf mehr Entwickler Zugriff", begründet Kuster die Entscheidung für Unity. Entwickelt wird die Software primär in der Schweiz. Die erste finale Version ist entsprechend für den Schweizer Markt gedacht.

Aktuell arbeitet man beim Start-up noch am Feinschliff der Software. "Zurzeit testen wir, welche emotionale Wertung didaktisch Sinn macht", erklärt Kuster und ergänzt: "Dabei geht es darum, dass der virtuelle Fahrlehrer für ein möglichst realitätsnahes Erleben durchaus auch ärgerlich werden soll, wenn ein Schüler wiederholt denselben Fehler macht. Diese emotionale Komponente hilft den Fahrschülern, den Schweregerad ihrer Fehler zu bewerten."
 
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