"Viele Organisationsformen sind nicht für die Software-­Entwicklung geeignet"

'Viele Organisationsformen sind nicht für die Software-­Entwicklung geeignet'

"Viele Organisationsformen sind nicht für die Software-­Entwicklung geeignet"

(Quelle: SwissICT)
Artikel erschienen in IT Magazine 2017/10
Seite 1
1. Oktober 2017 -  Von Simon Zaugg

Das Thema Agilität gewinnt an Relevanz. Das zeigen nicht nur die Teilnehmerzahlen der 9. Lean, Agile & Scrum Konferenz, sondern auch eine Neuauflage der "Swiss Agile Study".
Mit über 120 Teilnehmern ist am 14. September im Forum St. Peter der Credit Suisse die bereits 9. Lean, Agile & Scrum Konferenz über die Bühne gegangen. Organisiert wurde der Anlass von der gleichnamigen Fachgruppe. Das Organisationsteam schaffte es auch in diesem Jahr, inspirierende Keynote-Speaker und weitere spannende Redner für den Anlass zu gewinnen.

Keynote-Speaker David Tanzer, langjähriger Software-Entwickler und Projektleiter, legte sich gleich zu Beginn der Konferenz mächtig ins Zeug und sprach Klartext: "Viele Firmen haben Organisationsformen, die nicht für Software-Entwicklung geeignet sind." Fertigungsprozesse in der Industrie, die früher durchaus ideal gewesen seien, würden vielen Anforderungen in der heutigen dynamischen ICT-Welt nicht mehr gerecht. Davon sind laut Tanzer auch Boni-Regelungen, KPIs oder jährliche Budgets nicht ausgenommen. Auch diese müssten "agiler" werden.

Ist Agilität ineffizient?

Einen provokativen Titel ("Agilität ist ineffizient!") hatte Klaus Bucka-Lassen für seinen Beitrag gewählt. Wer annahm, dass er damit die Community in die Pfanne hauen würde, sah sich indes getäuscht. In vielen Unternehmen werde der "Effizienz" eine viel zu hohe Bedeutung beigemessen. Stattdessen sei die "Effektivität" viel wichtiger geworden, welche mit agilen Prozessen besser erreicht werden könne. Dies beinhaltet zum Beispiel, regelmässig mit dem Kunden zu sprechen und die Zielsetzung laufenden Entwicklungen anzupassen.

Als Negativbeispiele nannte er Blockbuster, die amerikanische DVD-Verleih-Kette, die mit wehenden Fahnen unterging und sogar die Gelegenheit ungenutzt liess, Netflix zu einem Schnäppchenpreis zu kaufen. Oder Nokia, der einstige Handy-Riese, der heute nur noch ein Nischendasein fristet. "Beide Firmen waren hocheffizient", sagt Bucka-Lassen. Doch sie haben wegen ihrer "effizienten" Prozesse die relevanten Trends verpasst.
 
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