«Ich vermisse umfassende IoT & SCADA Risikoanalysen»

«Ich vermisse umfassende IoT & SCADA Risikoanalysen»

15. Mai 2016 - Interview: Fridel Rickenbacher

Professor Dr. Bernhard M. Hämmerli, Spezialist für kritische Infrastrukturen, über IoT und Security in der Schweizer Politik und IT-Industrie.
Artikel erschienen in IT Magazine 2016/05
Prof. Dr. Bernhard M. Hämmerli (Quelle: zVg)
In welchen Branchen wird IoT, z.B. im Rahmen von Industrie 4.0, zuerst einen monetären Nutzen generieren? In welchen zuletzt oder gar nicht?
Bernhard Hämmerli:
Gewinne werden bei der Entwicklung neuer Business-Prozesse erzielt, sofern diese IoT anwenden und bisherige Handlungen billiger (oder besser) machen, d.h. rascher, genauer, besser informiert. Es können aber auch Anwendungen sein, die es bisher nicht gab, z.B. im Sicherheitsbereich oder bei der Energieoptimierung in Häusern. Sicherlich wurden in einigen führenden Unternehmen in den Bereichen Sicherheit, Building Management und Medizin schon Gewinne gemacht. Es scheint aber, dass die ultra-gewinnbringende Anwendung (analog zu Uber) noch nicht gefunden wurde.
Gibt es in der Schweiz oder eher ausserhalb der Schweiz vielversprechende Nischen für die IT-Industrie bei IoT?
IoT als weitere Ausprägung der Globalisierung bedeutet Anschluss ans weltweite Netz von Dingen, d.h. es ist primär ein weltweites Konzept. Es können Schweizer Innovationen sein, die sich weltweit ausbreiten oder Dinge, die in der Schweiz ans Netz angeschlossen werden. Dabei gelten die Regeln «first mover advantage» und «the winner takes it all».
Es ist eine gute Idee, ein schnelles Wachsen zu fördern und innert weniger Jahre in bestimmten Bereichen eine weltweite Leaderrolle zu entwickeln. Dazu soll auch die Digitale Strategie Schweiz dienen, die am 20. April 2016 veröffentlicht wurde. Sie soll uns Schweizer motivieren, das Potenzial möglichst rasch zu nutzen.
 
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