Test Center – Intel Compute Stick

Intels PC auf dem Stick im Praxistest

Intels PC auf dem Stick im Praxistest

(Quelle: SITM)
12. Juli 2015 - Intels Compute Stick kann direkt an den HDMI-Port gehängt werden. Die Leistung reicht für Office-Anwendungen, mit Videos bringt man ihn an seine Grenzen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2015/07
Die Zeiten, in denen PCs das Volumen eines kleinen Kühlschranks hatten, sind längst vorbei. Kompakte Mini-Desktops und All-in-Ones, bei denen der Rechner ins Display verbaut wird, sind heute die gängige Realität. Aber ein PC im Format eines USB-Sticks, so wie ihn Intel Anfang dieses Jahres angekündigt hat und wie man ihn nun bestellen kann, das sorgt auch in Zeiten von Kleinstformat-PCs noch für Aufsehen – vor allem dann, wenn der Spass gerade einmal 169 Franken kostet. Im Intel Compute Stick, der an einem Ende mit einem HDMI-Anschluss bestückt ist, um ihn direkt an ein entsprechendes Display, aber auch an einen TV oder einen Beamer zu hängen, steckt ein Prozessor des Typs Atom Z3735F (mit vier Kernen und 1,33 GHz bzw. 1,83 GHz im Burst Mode), begleitet von 2 GB RAM und einer 32 GB SSD. Ebenfalls im Gehäuse stecken WLAN (802.11 b/g/n) sowie Bluetooth 4.0, während sich aussen am Stick nebst dem HDMI-Anschluss und dem
Power-Button ein Slot für eine MicroSD-Karte (unterstützt werden bis 128 GB), ein USB-2.0-Port und der Strom-Anschluss befinden, der ebenfalls über ein USB-Kabel realisiert wird.
Kabelchaos: Will man Maus und Tastatur via USB anhängen, braucht es einen USB-Hub. Mit dem Stromkabel kommen dann einige Kabel zusammen und das Einstecken direkt am HDMI-Port macht wenig Sinn. (Quelle: SITM)
Intels erste Version des Compute Stick kommt mit einem Atom-Chip mit vier Kernen, 2 GB RAM, 32 GB Speicher sowie einem USB-Anschluss und kann direkt an den HDMI-Port gehängt werden. (Quelle: Intel)
(Quelle: SITM)


Kabellos geht’s nicht


Dieses Strom-USB-Kabel muss an einen (immerhin kompakten) Stromadapter gehängt werden – denn die Menge an Strom, die ab einem USB-Port oder vom HDMI-Anschluss kommt, reicht nicht, um den Stick zu befeuern. Damit ist eigentlich auch schon die erste Schwäche – wenn man so will – des Intel Compute Sticks angesprochen. Er braucht einen Netzstecker in der Nähe des HDMI-Anschlusses – ein einfacher USB-Port, wie beispielsweise bei Googles Chromecast Stick, reicht nicht für die Stromversorgung. Im Zusammenhang mit dem Namen «Compute Stick» sei zudem auch gleich die zweite leise Enttäuschung zu erwähnen: Wer glaubt, einen PC im Format eines USB-Sticks zu kriegen, sollte sich auf den grösstmöglichen USB-Stick einstellen, den er je in der Hand gehalten hat. Mit seinen Abmessungen von 102x37x12 Millimeter entspricht der Compute Stick wohl eher dem Volumen von vier USB-Sticks gängiger Grösse. Wohlgemerkt: Für einen ausgewachsenen PC ist er aber immer noch unglaublich klein.
Kabeltechnisch etwas mühsam wird es dann zudem, wenn man keine Bluetooth-
fähige Maus und Tastatur zur Hand hat. Dann nämlich werden USB-Ports benötigt, was wiederum den Anschluss eines USB-Hubs an den Compute Stick bedingt. Wird der Stick nun direkt an den HDMI-Anschluss eines Displays oder TVs gehängt, muss man dann schauen, wohin man mit dem Hub will. Besser, man nutzt dann das (von Intel mitgelieferte) HDMI-Verlängerungskabel, um den Compute Stick zusammen mit dem Hub auf dem Schreibtisch zu platzieren (siehe auch Bild auf S.50). Zusammen mit dem Netzteil ist man dann allerdings auch nicht mehr weit vom Mini-Desktop-PC entfernt – und irgendwie hat man sich das alles ein bisschen praktischer vorgestellt.
Praktischer wird es, wenn man den Stick mit einer Bluetooth-fähigen Maus und Tastatur verwendet. Wir haben’s ausprobiert, das Koppeln und Arbeiten funktionierte dabei tadellos, und durch den wegfallenden USB-Hub kann man den Rechner dann problemlos direkt am HDMI-Eingang einstecken.
 
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