CIO-Interview: «Technologie ist überall involviert»

CIO-Interview: «Technologie ist überall involviert»

8. März 2015 - Das Interview führten Marcel Wüthrich und Ann-Kathrin Schäfer

Patrick Nussbaumer, Head of IT bei der Kinokette Pathé, setzt auf Outsourcing und implementiert in diesem Jahr Hunderte von Digital-Signage-Displays.
Artikel erschienen in IT Magazine 2015/03
Patrick Nussbaumer (39) ist Head of IT bei Pathé. Pathé betreibt in der Schweiz insgesamt neun Kinos mit alles in allem 68 Leinwänden in den Städten Dietlikon, Bern, Basel, Lausanne und Genf. (Quelle: Pathé)
Vor dem Interview gewährt Patrick Nussbaumer «Swiss IT Magazine» einen Blick hinter die Kulissen des Pathé Kinos in Dietlikon. Monströse Projektoren thronen auf ein Meter hohen Server-Racks, vollgestopft mit IT und Technik. Operateure, die die Projektoren bedienen, sucht man vergebens, alles läuft automatisiert. High-tech anstelle von verstaubter Kinoromantik.

«Swiss IT Magazine»: Eigentlich wäre meine erste Frage gewesen, ob es ohne IT noch möglich wäre, einen Kinofilm abzuspielen. Diese Frage hat sich wahrscheinlich erledigt.
Patrick Nussbaumer:
Dem ist wohl so, doch nicht nur wegen der Technik rund um die Projektion, ohne die gar nichts laufen würde. Jedes unserer Kinos ist wie eine kleine Firma organisiert, mit einem Cinema Manager, Finanzen, Personalwesen, Marketing, technischen Mitarbeitern und so weiter. Diese Struktur kann nur funktionieren mit einer funktionierenden IT im Hintergrund. Allein schon deshalb könnten wir unsere Kinos ohne IT nicht betreiben.
Patrick Nussbaumer (39) ist Head of IT bei Pathé. Pathé betreibt in der Schweiz insgesamt neun Kinos mit alles in allem 68 Leinwänden in den Städten Dietlikon, Bern, Basel, Lausanne und Genf.
Ein Blick hinter die Kulissen. Ein Kinobetrieb wie derjenige des Pathé Kinos in Dietlikon wäre ohne den Einsatz von IT nicht mehr möglich.

Wie viel Technik ist nötig, um einen Kinosaal zu bespielen?
Ich weiss gar nicht, wo ich hier beginnen soll. Technologie ist überall involviert, angefangen damit, wie wir den Film angeliefert bekommen, programmieren und abspielen. Ein Film wird heute auf einer Harddisk in die jeweiligen Kinos geschickt, und dort von einem Technical Manager in unser System gelesen. Ist der Film dann in unserer Library drin, sind zahlreiche weitere Schritte nötig. So muss beispielsweise programmiert werden, in welchem Saal der Film läuft und um welche Zeit. Vorgängig wurden diese Informationen mit dem Filmverleiher abgesprochen, damit uns mittels eines Key die Rechte erteilt werden, den Film abzuspielen. Auch das muss wieder in ein System eingepflegt werden, und nur wenn der richtige Film zur richtigen Zeit im richtigen Saal mit dem richtigen Key dazu programmiert ist, erst dann kann ein Film abgespielt werden. Zu guter Letzt bringt ein Projektor das Bild auf die Leinwand und verschiedene Akustik-
Systeme den Sound in den Saal. Wir arbeiten mit dem DCI-Standard (Digital Cinema Initiatives).
 
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