LED-Projektoren sind erwachsen geworden

LED-Projektoren sind erwachsen geworden

6. April 2014 - Von Angelica Filippi und Marcel Wüthrich

«Swiss IT Magazine» hat sechs Projektoren mit LEDs als Lichtquelle auf ihre Praxistauglichkeit im Sitzungszimmer getestet und wurde dabei positiv überrascht.
Artikel erschienen in IT Magazine 2014/04
Sechs Projektoren im Test. Kompakt sind die Geräte alle, allerdings ist der PF80G von LG (zuunterst) um einiges grösser und schwerer als der Asus B1M (zuoberst). (Quelle: SITM)
Knapp vier Jahre ist es her, seit «Swiss IT Magazine» zum ersten und bis dato letzten Mal LED-Projektoren getestet hat. Das Ergebnis damals war durchzogen. Zwei der vier Beamer waren zwar ultraportabel, mit Lichtleistungen im zweistelligen Lumen-Bereich und lausiger Auflösung allerdings weitgehend unbrauchbar. Ein drittes Gerät lieferte mit Hilfe von Laser-Technologie zwar ziemlich anständige Bilder, machte dabei aber Krach wie ein startendes Düsenflugzeug. Und der einzig reine LED-Beamer mit brauchbarer Lichtleistung und Auflösung war mit knapp 5 Kilo alles andere als portabel und mit 1800 Franken auch kein Schnäppchen. Mehr gab es damals nicht.
Inzwischen aber ist das Angebot an verfügbaren LED-Projektoren um einiges grösser, und zumindest auf dem Papier machen die Geräte einen deutlich brauchbareren Eindruck. «Swiss IT Magazine» hat getestet, wie es in der Praxis ausschaut. Bringen LED-Beamer inzwischen genügend Leistung, damit sie im Business-Bereich portabel eingesetzt werden können, um in einem Sitzungszimmer beispielsweise eine Präsentation in anständiger Qualität an die Leinwand zu projizieren? Die Antwort lautet ganz klar «Ja». Alle sechs Geräte, die wir getestet haben, erfreuten sowohl mit genügend hoher Lichtleistung als auch mit weitgehend guter Bildqualität – und das zu attraktiven Preisen. Der günstigste LED-Beamer im Testfeld wird für 679 Franken verkauft, und nur ein Gerät kostet über 1000 Franken.
Die durchgehend zufriedenstellende Qualität ist erfreulich, machte die Testarbeit aber nicht wirklich einfacher. Die Unterschiede mussten im Detail gesucht werden, und wurden durchaus auch gefunden – doch dazu später mehr.
Sechs Projektoren im Test. Kompakt sind die Geräte alle, allerdings ist der PF80G von LG (zuunterst) um einiges grösser und schwerer als der Asus B1M (zuoberst). (Quelle: SITM)
(Quelle: SITM)
Projektoren von hinten: Der Canon LE-5W, der Acer K335, den Benq GP20, der LG PF80G, der Vivitek Qumi Q7 und der Asus B1M (jeweils v.l.n.r.). HDMI- und USB-Anschluss sind heute bei allen Geräten Standard. Auffallend sind der fehlende VGA-Anschluss beim LG-Beamer, dafür gibt es einen LAN-Port. Und beim Testsieger, dem Asus B1M, fehlt der Anschluss fürs Stromkabel, da der Beamer mit einem externen Netzteil kommt. (Quelle: SITM)


Fokus auf Bildqualität und Helligkeit

Alles in allem haben wir acht Kriterien bewertet und dabei unterschiedlich gewichtet. Die höchste Punktzahl zu holen gab es jeweils bei der Helligkeit und der Bildqualität. Hierbei haben wir die Geräte in den Bildmodus «Standard» gesetzt, einander gegenübergestellt und die Qualität bei der Farbdarstellung, die Farbechtheit, die Abstufung bei hellen und dunklen Übergängen, den Kontrast, die Reinheit von Weiss und die Schärfe unter die Lupe genommen. Ebenfalls relativ hoch gewichtet haben wir zudem den Geräuschpegel, schliesslich gibt es nichts Mühsameres, als wenn ein Gespräch durch Lüftersurren übertönt wird. Wir haben also das Lüftergeräusch mit einem Dezibel-Messgerät aus circa 50 Zentimeter Abstand zum Beamer gemessen, und – weil 35 Dezibel je nach Frequenz nicht gleich 35 Dezibel sind – auch die subjektive Wahrnehmung des Lüftergeräusches mit in die Bewertung einfliessen lassen.
Beim Kriterium Formfaktor/Gewicht/Verarbeitung haben wir uns angeschaut, wie sauber die Geräte verarbeitet sind, ob nichts lottert, wie einfach die Höhenverstellung funktioniert, ob die Linse geschützt werden kann und vor allem auch wie portabel das Gerät aufgrund seines Gewichts ist. Zum Schluss haben wir nebst der Anschlussvielfalt auch noch den Lieferumfang geprüft. Eine Tasche für den Transport der Geräte war dabei in unseren Augen ein Muss-Kriterium, und die (wenigen) Hersteller, die zusätzlich auch noch eine Auswahl passender Kabel (z.B. HDMI) mitgeliefert haben, haben Zusatzpunkte erhalten.
 
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Kommentare

Mittwoch, 9. April 2014 Matthias
Komisch das die Casio Beamer nicht getestet wurden. Diese bieten schon seit geraumer Zeit LED mit 3000 ANSI. Ok es ist kein reines LED sondern gemischt mit Laser aber auf dem Papier um einiges heller....

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