Eingeschränkte Lösungsansätze

Eingeschränkte Lösungsansätze

9. März 2014 - Da derzeit keine herstellerunabhängige Lösung für den mobilen Druck erhältlich ist, muss auf herstellerspezifische Lösungen ausgewichen werden. Doch welche ist die passende?
Artikel erschienen in IT Magazine 2014/03
Legt man ein NFC-fähiges Smartphone auf die dafür vorgesehene Stelle auf einem Samsung-Drucker, wird automatisch eine Verbindung zwischen den beiden Geräten hergestellt und die Ausgabe des gewünschten Dokuments vorbereitet. (Quelle: Sasmung)
Obwohl der mobile Druck von verschiedenen Seiten immer wieder als einer der grossen Trends der nächsten Jahre propagiert wird, setzen erst wenige Schweizer Unternehmen auf eine entsprechende Lösung. Ein Grund für diesen Umstand ist nebst den Sicherheitsbedenken sicherlich, dass das Mobile Printing derzeit noch in den Kinderschuhen steckt. So tummeln sich auf dem Markt zwar bereits unterschiedliche Lösungen von verschiedenen Herstellern, eine herstellerunabhängige Lösung findet sich darunter jedoch bislang nicht.

Dieser Problematik möchte die Mopria Alliance, gegründet von den Druckerherstellern Canon, HP, Samsung und Xerox, durch die Definition von Standards begegnen. Das Ziel ist es, ein einfaches drahtloses Drucken über mobile Geräte zu ermöglichen, indem die Interoperabilität zwischen Druckern und Mobilgeräten gewährleistet wird. Die Allianz hat zu diesem Zweck ein Zertifizierungsprogramm ins Leben gerufen, im Rahmen dessen festgelegt wurde, dass die Druckaufträge mittels WiFi oder NFC-Technologie übertragen werden sollen. Bislang steht die Mopria Alliance bei diesem Vorhaben jedoch erst am Anfang und ist bemüht, weitere Hersteller von Druckern und mobilen Endgeräten sowie Betriebssystemanbieter und App-Entwickler für das Projekt zu gewinnen. Unternehmen und Privaten bleibt in der Zwischenzeit nicht viel anderes übrig, als sich für den mobilen Druck mit einer herstellerspezifischen Lösung zu behelfen. Aus diesem Grund bietet «Swiss IT Magazine» an dieser Stelle einen kurzen Überblick über einige der verfügbaren Lösungen und erklärt, was sie können und wo ihre Grenzen liegen.
Die Besitzer eines iPhones (3GS oder neuer) oder iPads sind dank Airprint in der Lage, direkt aus den Applikationen auf dem Gerät heraus zu drucken. Hierfür müssen das mobile Gerät und der Drucker jedoch innerhalb desselben Netzwerks verbunden sein. (Quelle: SITM)
Legt man ein NFC-fähiges Smartphone auf die dafür vorgesehene Stelle auf einem Samsung-Drucker, wird automatisch eine Verbindung zwischen den beiden Geräten hergestellt und die Ausgabe des gewünschten Dokuments vorbereitet. (Quelle: Sasmung)
Bei der ePrint-Lösung von HP werden die auszudruckenden Dokumente per E-Mail an den Drucker geschickt. Somit muss sich der Nutzer für den Druck nicht in Reichweite des Printers befinden. (Quelle: HP)
Google Cloud Print ermöglicht es Nutzern, Druckaufträge über die Cloud von einem mobilen Gerät aus zu starten. Der Anwender benötigt hierfür den Web-Browser Chrome sowie ein Google-Konto. (Quelle: Google)


Ältere Drucksysteme ausgeschlossen

Eine dieser Mobile-Printing-Lösungen ist Airprint von Apple. Sie ermöglicht es den Besitzern eines iPhones, eines iPod Touch oder eines iPads, direkt aus den auf dem Gerät installierten Applikationen zu drucken – vorausgesetzt beim iPhone handelt es sich um ein 3GS- oder ein neueres Modell. Beim iPod Touch werden alle Varianten ab der dritten Generation unterstützt. Diese Anforderungen müssen erfüllt sein, da Apple die Schnittstelle, die das Auslösen eines Druckauftrags direkt vom mobilen Endgerät aus erlaubt, erst mit den Updates auf iOS 4.2.1 und OS X 10.7 auf seine Geräte gebracht hat. Ausserdem wird vorausgesetzt, dass der ausgewählte Drucker Airprint unterstützt – entsprechende Geräte sind bereits von allen grossen Druckerherstellern erhältlich. Sind diese Mindestanforderungen erfüllt, so können Druckaufträge über das WLAN übertragen werden. Wichtig ist dabei, dass das mobile Endgerät und das Ausgabegerät innerhalb desselben Netzwerks verbunden sind. Der Nutzer muss sich also in Reichweite des Druckers befinden.
Für ältere Drucksysteme, die keine spezielle Airprint-Unterstützung aufweisen, bietet Apple keinen offiziellen Workaround, um diese für den mobilen Druck nachzurüsten. Lösungen gibt es allerdings schon. Wer im Internet sucht, der findet auf verschiedenen Seiten genaue Anleitungen dazu, wie diesem Ärgernis Abhilfe verschafft werden kann. Hierfür muss eine Applikation eines Drittanbieters heruntergeladen werden, die mithilfe eines an den Drucker angeschlossenen Rechners Mobile Printing aktiviert. Bei dieser Variante muss der Rechner jedoch die ganze Zeit eingeschalten sein, da die Druckaufträge über diesen an das Ausgabegerät weitergeleitet werden.
 
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