SQL Server 2014: In-Memory-Datenbank mit Cloud-Anschluss

SQL Server 2014: In-Memory-Datenbank mit Cloud-Anschluss

8. März 2014 - Von Meinrad Weiss

Mit dem 2014er-Release des SQL Server, der in Kürze erscheint, adressiert Microsoft grosse Trends wie In-Memory und Cloud Computing.
Artikel erschienen in IT Magazine 2014/03
Microsofts SQL Server 2014 ist im Anmarsch. In den nächsten Tagen werden die Redmonder den neuen Release ihrer beliebten Datenbanklösung veröffentlichen. Kurz zusammengefasst lassen sich die Neuerungen in folgende drei Schwerpunkte einteilen: In-Memory für OLTP (Online Transaction Processing) und Business-Intelligence-Applikationen, Einbindung in Azure (Cloud) und höhere Verfügbarkeit respektive verbessertes Management. «Swiss IT Magazine» hat die neuen Funktionen des SQL Server im Vorfeld des grossen Launches kritisch unter die Lupe genommen.

In-Memory mit SQL Server 2014

Der In-Memory-Trend für Datenbanksysteme geht offensichtlich nicht spurlos an SQL Server vorbei. Bereits seit der Version 2012 können Data-Warehouse (DWH)-Systeme von Columnstore-Indizes profitieren. Mit SQL Server 2014 wird die Columnstore-Funktionalität weiter ausgebaut und zusätzlich auch der OLTP-Bereich abgedeckt. Dafür stehen neu In-Memory-Tabellen, sogenannte Memory-Optimized Tables und Compiled Stored Procedures zur Verfügung. Aber der Reihe nach.

Traditionell werden die Daten in relationalen Datenbanken row-orientiert in Data Pages gespeichert. Das bedeutet, dass alle Attribute einer Datarow zusammenhängend abgelegt sind. Diese Speicherform ist für OLTP-Systeme sehr gut geeignet, da bei einem Zugriff meist ein Grossteil der Attribute einer Row verwendet werden und meist auf einzelne Rows zugegriffen wird. Data-Warehouse-Systeme arbeiten aber typischerweise mit einem anderen Zugriffsmuster. Oft werden nur einzelne Attribute gelesen, mehrere Rows angesprochen und das Resultat wird durch Gruppierung gebildet. Solche Abfragen können row-orientiert kaum optimal umgesetzt werden. Für Data-Warehouse-Abfragen ist eine spaltenorientierte Speicherung darum oft deutlich besser geeignet und führt meist zu einer erheblichen Steigerung der Performance. Zudem können die Daten viel besser komprimiert werden, was im DWH-Umfeld ein riesiger Vorteil ist.
 
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