Internet-Telefonie ohne Grenzen

Internet-Telefonie ohne Grenzen

1. Februar 2013 - SBB Cargo International hat zusammen mit E-fon eine länderübergreifende VoIP-Infrastruktur aufgebaut und damit seine Telefoniekosten deutlich gesenkt.
Artikel erschienen in IT Magazine 2013/01
SBB Cargo International transportiert mit über 600 Mitarbeitenden Güter zwischen den Nordseehäfen in Deutschland und Norditalien. (Quelle: SBB)
Olten ist der Dreh- und Angelpunkt des Schweizer Bahnverkehrs und die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) sind in der Solothurner Metropole allgegenwärtig, ob mit dem grossen Bahnhof, einer Betriebszentrale oder ihrem grössten Industriewerk. Und seit Mai 2011 ist Olten auch die Heimat von SBB Cargo International, einer im Jahr 2010 gegründeten Tochterfirma der beiden Transportunternehmen SBB und Hupac.
SBB Cargo International kümmert sich mit über 600 Mitarbeitenden in der Schweiz, Deutschland und Italien um den internationalen Güterverkehr auf der Nord-Süd-Achse, also zwischen den Nordseehäfen in Deutschland und Norditalien. Über 30’000 Güterzüge pro Jahr werden über die Ländergrenzen hinweg koordiniert – ein Ding der Unmöglichkeit ohne eine moderne IT- und Telekommunikationsinfrastruktur. Diese hat das junge Unternehmen mit dem Bezug der neuen Räumlichkeiten in Olten im Jahr 2011 Schritt für Schritt aufgebaut. Man hat am neuen Hauptsitz unter anderem zusammen mit Swisscom eine zeitgemässe Netzwerkinfrastruktur aufgebaut und die PC-Arbeitsplätze sowie Server modernisiert und an Dell ausgelagert. Gleichzeitig hat man sich auch für einen Strategiewechsel entschieden was die Telefonie betrifft – und zwar länderübergreifend.

Aufwändige Migrationen in Deutschland und Italien

Die Sprachkommunikation erfolgt bei SBB Cargo International heute zum grössten Teil über das Internet, nur die Kommunikation mit einigen kleineren Aussenstellen läuft noch über ein herkömmliches Telefon- oder Mobilfunknetz. Eingeführt hat man die Voice-over-IP-Lösung mit dem Umzug nach Olten im Frühling 2011 zusammen mit dem Schweizer Provider E-fon. 70 Arbeitsplätze wurden damals zum Start am neuen Hauptsitz mit VoIP eingerichtet. «Wir konnten auf der grünen Wiese beginnen, also von Grund auf eine neue Anlage installieren», erklärt Andreas Brünisholz, Team Leader IT bei SBB Cargo International. Das Projekt ist laut ihm dadurch sehr schlank, schnell und reibungslos über die Bühne gegangen. «Natürlich gab es trotz allem ein paar Knacknüsse, beispielsweise was die Netzanbindung und die Sicherheit betrifft», erinnert er sich, aber diese «Nebengeräusche» seien ganz normal, wenn man von Grund auf ein neues Netz aufbaue.
Deutlich anspruchsvoller wurde es für Brünisholz und sein Team in Italien, genauer gesagt am italienischen Hauptsitz in Gallarate. Dort galt es im Juli 2012 eine bestehende Telefonanlage mit 40 Anschlüssen zu migrieren. Die grösste Herausforderung dabei war die Integration ins Schweizer Netz von E-fon und das gleichzeitige Beibehalten der aktuellen, italienischen Nummern. «Dazu war der Aufbau einer Bridge, also einem Server zum lokalen Provider Telecom Italia notwendig, der die Nummernübersetzung macht», erläutert Brünisholz. Zusammen mit Spezialisten von E-fon wurde dieser vor Ort eingerichtet. Von der Projektierung bis zur Umsetzung verging in Italien insgesamt rund ein Monat.
 
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