ABZ engagiert sich erneut für den Informatikunterricht

ABZ engagiert sich erneut für den Informatikunterricht

1. Februar 2013 - Von Irena Kulka

Der Schweizer Tag für den Informatikunterricht wird als Fortbildungstag in Informatik-Didaktik von einer wachsenden Zahl an Lehrpersonen aller Stufen des MINT-Bereichs mit Begeisterung besucht. Hervorragende Referate, ein reger Austausch, inspirierende praktische Workshops und eine Ausstellung von Informatik-Experimenten lockten dieses Jahr über 160 Lehrkräfte an.
Artikel erschienen in IT Magazine 2013/01
Am STIU lernen Lehrer Informatikunterricht. (Quelle: Swiss ICT Magazin)
Hauptziele des Schweizer Tages für den Informatikunterricht (STIU) sind, einen intellektuell anspruchsvollen Informatikunterricht aufzubauen und Ideen und Konzepte für die Unterrichtsgestaltung auf allen Bildungsstufen zu verbreiten. Dazu haben auch in diesem Jahr die Ehrengäste einen wichtigen Anteil beigetragen.
So referierten der vielfache Preisträger Prof. David Harel, dessen Expertise einen Bogen von theoretischer Informatik bis zu aktueller Systembiologie umspannt, und Simon Peyton-Jones, der vor Energie sprühende Initiant des mittlerweile mächtigen Netzwerks Computing at School (CAS). Dieses Netzwerk erreichte mit der Unterstützung von Bildungsminister Michael Gove die aktuelle Reform des Informatikunterrichts in Grossbritannien.

Ein weiterer Ehrengast war Tim Bell, der Magier der Informatikdidaktik und Autor des Klassikers «Computer Science Unplugged». Sein Workshop zeigte, wie Informatik mit Stiften, Puzzles, Bewegungsspielen und ohne Computer vermittelt werden kann. Die didaktische Ausstellung «Abenteuer Informatik – Informatik begreifen» von Jens Gallenbacher präsentierte diesen Ansatz wunderbar anhand zahlreicher interaktiver Exponate. Die Ausstellung bleibt nun installiert an der Kantonsschule Limmattal in Urdorf, der Gastgeberin des diesjährigen vierten Schweizer Tages für den Informatikunterricht.
Im Workshop «Teach Your Students Game Design in One Week» bestand die Gelegenheit, mit eigens konstruierten Spielregeln und Charakteren sowie auch live dem Lernforscher und Game-Designer Alexander Repenning von der University of Colorado zu begegnen. Informatik-Konzepte verpackt er in Game-Konstrukte und erreicht damit auch benachteiligte Kindergruppen, welche mit diesem System überraschend motiviert lernen. Lernerfolgsstudien in den USA haben dies überzeugend bewiesen.
Auch der Workshop von Jarka Arnold und Aegidius Plüss zu Game-Apps für Smartphones und Tablets setzte auf die verführerische Verbindung von Kreativität, handfesten Informatikgrundlagen und vorgefertigter Funktionalität. Weitere Workshops begeisterten für Robotik, für das Lösen komplexer Probleme der theoretischen Informatik und der Mathematik oder stellten übergeordnete Unterrichts- und Übungsmethoden vor, welche sich im ETH-Informatikstudium bereits bewährt haben.
 
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