Eine App als Lebensretter

Eine App als Lebensretter

Artikel erschienen in IT Magazine 2012/10
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1. Oktober 2012 -  Die App des Start-ups Uepaa Swiss Alpine Technology soll Skifahrern und Wanderern das Leben retten – selbst wenn sich diese in einem Funkloch befinden oder bewusstlos sind.
Eine App als Lebensretter
Die Smartphones von Nutzern der Uepaa-App sollen ein Netzwerk bilden, durch das sich Funklöcher überbrücken und somit jederzeit Notrufe tätigen lassen. (Quelle: Uepaa)
Eine App, die Leben rettet – das ist das Ziel des Zürcher Start-up-Unternehmens Uepaa Swiss Alpine Technology. Die App soll Skifahrern, Snowboardern und Wanderern aus der Patsche helfen, sobald sie sich in einer Notfallsituation befinden, aus der sie sich nicht mehr selbst befreien können. Die Idee dazu kam Gründer und Elektroingenieur Mathias Haussmann 2010, als er selbst in den Bergen unterwegs war. Der 39-Jährige ist begeisterter Freerider. Als Familienvater realisierte er jedoch plötzlich, welche Risiken er damit eingeht: «Ich dachte, es bräuchte ein System, mit dem sich Freerider, die oft allein unterwegs sind, mit anderen Freeridern zusammentun können, um im Notfall ein Sicherheitsnetz zu haben.» Dieser Gruppen-Gedanke wird zum entscheidenden Faktor für die App, die voraussichtlich im nächsten Jahr auf den Markt kommen wird. Denn eine Rega-App, mittels der ein Notruf gestartet werden kann, existiert bereits. Diese hat jedoch einen grossen Nachteil: Um den Notruf zu tätigen, braucht der Verunglückte ein Handy-Netz und muss bei Bewusstsein sein.


Von Smartphone zu Smartphone

Eine neue Technologie, die an der ETH in Zürich entwickelt wurde, soll diesem Problem Abhilfe schaffen: Sie sorgt dafür, dass die lebensrettende Uepaa-App nicht nur dann Alarm schlägt, wenn der Betroffene Empfang hat und selbst einen Notruf tätigen kann. Uepaa will eine Anwendung auf den Markt bringen, die auch dann Alarm schlägt, wenn sich der Verwundete in einem Funkloch befindet. Dies soll funktionieren, indem Smartphones auch untereinander Kontakt aufnehmen und das Notsignal solange weiterleiten, bis dieses aus dem Funkloch in ein Handynetz gelangt und so Uepaa erreichen kann. Zudem soll die Anwendung auch die Bewegungen der Nutzer erkennen, also beispielsweise merken, wenn ein Wanderer abstürzt und lange liegen bleibt. Selbst wenn der Verwundete dann nicht mehr selbst Alarm schlagen kann, aktiviert die Anwendung automatisch den Notruf. Das kann natürlich heikel sein und würde mit der heutigen Technik zu Fehlalarm führen – doch auch da sollen wieder die Smartphones der Bergsportler in der Umgebung zum Einsatz kommen. «Gerade hier hilft unsere Technologie. So werden Bergsportler in unmittelbarer Nähe in die Qualifikation des Notrufes, für allfällige erste Hilfe und zur Weiterleitung mit einbezogen», so Haussmann.
 
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