Mit Zweirädern im Web 2.0

Mit Zweirädern im Web 2.0

Artikel erschienen in IT Magazine 2012/10
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29. September 2012 -  Trotz wenig Zeit und Geld ist der Schweizer Velohersteller Thömus auf praktisch allen wichtigen Social-Media-Portalen aktiv und will seine Präsenz noch weiter ausbauen.
Vor nunmehr 21 Jahren erfüllte sich der damals 17-jährige Thomas Binggeli einen grossen Wunsch: Er gründete seinen eigenen Veloshop, Thömus Veloshop. Dazu soll er, so wird es überliefert, während der Ferienabwesenheit seiner Eltern alle Schafe verkauft und in deren Stall seine erste Werkstatt eingerichtet haben. Seitdem ist einige Zeit vergangenen. Das Unternehmen ist gewachsen, beschäftigt heute rund 50 Mitarbeiter und macht mit Velos sowie Kleidung für Sport und Freizeit jährlich 12 Millionen Franken Umsatz. Nach wie vor ist der Bauernhof in Oberried bei Bern Hauptsitz. Allerdings werden hier heute keine Velos mehr gebaut, die Produktion erfolgt im benachbarten Thörishaus. Zudem verfügt Thömus über einen eigenen Verkaufsladen in Bern und ist mit zahlreichen Teams im Radrennsport vertreten.

Trends erkennen und Kunden an sich binden

Der Erfolg des Berner Veloherstellers hat mehrere Gründe. So versteht es das Unternehmen, immer wieder Trends aufzuspüren und diese gekonnt umzusetzen. Ein Beispiel dafür ist das wohl bekannteste Thömus-Produkt, die Elektrovelos der Marke Stromer, die seit 2009 produziert werden. Zahlreiche Preise bis hin zum Test-Sieg im Kassensturz hat das E-Bike seither gesammelt. Andererseits steht für Thömus unter dem Firmenmotto «Be part of the family» auch eine ausserordentliche Kundenpflege im Zentrum.
Um keinen Trend zu verpassen und die Kunden langfristig an sich zu binden, setzt Thömus Veloshop neben klassischen heute vermehrt auch auf moderne Kommunikationskanäle und insbesondere auf Social Media. Angefangen hat alles im Jahr 2006 mit einer selbst entwickelten Plattform namens My.Thoemus. Dabei handelte es sich um eine Mischung aus Partyguide und Tillate, auf der Kunden Fotos und GPS-Daten von Touren hochladen und mit anderen teilen konnten. «Unser Ziel war es, dass sich unsere Kunden dank My.Thoemus bequem vernetzen und austauschen können», erklärt René Walker, Leiter Kommunikation und PR bei Thömus Veloshop. Im Jahr 2008 eröffnete er dann einen eigenen Facebook-Account für Thömus Veloshop. Zu dieser Zeit war laut ihm in der Schweiz noch kaum jemand, geschweige denn ein Unternehmen, auf dem sozialen Netzwerk aktiv.
Facebook bedeutete schliesslich das Ende für My.Thoemus. Das einzige, was davon heute noch übrig ist, ist ein Registrations-Tool für Events. Zu Facebook sind in den vergangenen Monaten einige Social-Media-Plattformen hinzugekommen: «Wir sind natürlich auch auf Twitter aktiv, haben ausserdem einen eigenen Youtube-Kanal, einen Account bei Google+, publizieren Fotos auf Picasa, unsere Standorte findet man auf Foursquare und nicht zuletzt gibt es auch eigene Thömus-Gruppen auf Xing und Linkedin», fasst Walker zusammen. Daneben hört man auf zahlreichen weiteren Plattformen mit.
 
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