Frühlingserwachen in der Windows Azure Cloud

Frühlingserwachen in der Windows Azure Cloud

Artikel erschienen in IT Magazine 2012/09
Seite 1
von
1. September 2012 -  Mit dem Spring Release hat Microsoft seine Azure Cloud gründlich überholt und um ein schmerzlich vermisstes IaaS-Angebot sowie ein skalierbares Web-Site-Hosting erweitert.
Frühlingserwachen in der Windows Azure Cloud
Das neue HTML-basierte Management-Portal erlaubt es, alle Azure-Services komfortabel zu verwalten. (Quelle: SITM)
Bei Microsoft wartete man bisher vergeblich auf den grossen Durchbruch von Windows Azure. Obwohl die bisherige Ausrichtung auf das Plattform-as-a-Service-Modell (PaaS) hochskalierbare und verwaltungsarme Anwendungen verspricht, stiess das Cloud-Angebot aus Redmond bei der potentiellen Kundschaft auf wenig Begeisterung. Der Grund: Die Kunden wurden vom Umstand, dass die Applikationen speziell für die Cloud umgeschrieben werden mussten und dem damit verbundenen Lock-in-Effekt abgeschreckt.

Ein Grossteil der Cloud-Anwendungen wird heute in Amazons Datenzentren betrieben. Der Online-Buchhändler setzt bei seiner EC2-Cloud auf das Infrastructure-as-a-Service-Modell (IaaS), bei dem sich bestehende Anwendungen auf Basis von virtualisierten Servern ohne grossen Anpassungsaufwand in die Cloud verschieben lassen. Amazons Erfolg hat Microsoft nun zum Umdenken bewogen: Mit dem Spring-Release von Azure werden neben dem bisherigen PaaS-Modell zwei neue Betriebsmodi (Execution Models) eingeführt, welche die bisherigen Einschränkungen eliminieren sollen: Mit den Virtual Machines (VMs) bringt Microsoft nun ebenfalls ein echtes IaaS-Angebot, mit dem sich Windows und Linux VMs in der Cloud ausführen lassen. Und mit den Azure Web Sites lassen sich klassische 2-Tier-Websites mit minimalem Aufwand in die Microsoft-Cloud verschieben. Alle drei Modelle lassen sich individuell nutzen, können aber je nach Anwendungszweck auch miteinander kombiniert werden.

HTML-basiertes Management-Portal

Komplett überarbeitet wurde das Management-Portal von Azure, das nun im ansprechenden Windows-8-Look daherkommt. Statt Silverlight setzt Microsoft jetzt auf pures HTML, womit sich Azure nun von allen möglichen Plattformen und Browsern (etwa von einem iPad oder Windows-8-Tablet) verwalten lässt. Das Portal liefert einen umfassenden Überblick über alle eingerichteten Dienste und bietet schnellen Zugang zu den wichtigsten Verwaltungsfunktionen. Neue Services lassen sich mit wenigen Mausklicks mit Hilfe von einfachen Dialogen aufsetzen. Für jeden Dienst lassen sich zudem über eine Monitoring-Seite Werte wie CPU-Auslastung, Disk-I/O oder Netzwerkdurchsatz in Form einer historischen Liniengrafik abrufen.

Microsoft hat das Management-Portal mit einer Rest-API offen gestaltet. Damit lassen sich Verwaltungsfunktionen auch aus eigenen Anwendungen ansteuern. Dementsprechend stellen die Redmonder denn auch Kommandozeilenwerkzeuge bereit, die über das Rest-API mit Windows Azure interagieren. So lassen sich viele Managementaufgaben auch via Powershell (Windows) oder Bash (Mac und Linux) direkt ab Konsole durchführen oder per Scripts automatisieren.
Windows 10 jetzt kaufen!
 
Seite 1 von 4
Nächste Seite

Neuen Kommentar erfassen

Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.
Anti-Spam-Frage Was für Schuhe trug der gestiefelte Kater?
Antwort
Name
E-Mail
NEWSLETTER ABONNIEREN
Abonnieren Sie unseren täglichen Newsletter mit den wichtigsten ICT-Meldungen
SWISS IT MAGAZINE - AUSGABE 2019/09
Schwerpunkt: Herausforderung Datenmigration
• Datenmigration: Ein strategisches Projekt
• Erfolgreiche Datenmigration: So geht’s
• Marktübersicht: Partner für die Datenfracht
• Aus zwei mach eins
• Die Altdaten bei Migrationen in den Griff bekommen
Zum Inhaltsverzeichnis
SPONSOREN & PARTNER