Klarheit in die Wolke bringen

Klarheit in die Wolke bringen

7. Mai 2012 - Von Roman Pfenninger und Marco Kündig

Cloud – das Thema ist in aller Munde und bleibt doch häufig unklar. Dieser Artikel behandelt die zentralen Kennzeichen von Clouds, klärt die Unterschiede zwischen privater, öffentlicher und Hybrid-Cloud und beleuchtet die wichtigsten Dienstleistungen, die Nutzer aus der Cloud beziehen können.
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/05
Die Cloud ist eine IT-Infrastruktur, die über ein Netzwerk – das Internet oder ein Intranet – zur Verfügung gestellt wird. Der Nutzer kann aus der Cloud nicht nur Datenspeicher, Rechen- und Netzwerkkapazität, sondern auch Software beziehen und muss diese nicht mehr lokal bei sich betreiben.
Roman Pfenninger
Marco Kündig
Zu den zentralen Kennzeichen einer Cloud zählen der Self-Service, das Usage-Based Billing und ihre Agilität.
Je nach angebotenen Dienstleistungen liegt mehr Verantwortung für den Betrieb des Services beim Anbieter oder beim Nutzer.


Die wichtigsten Kennzeichen jeder Cloud

Zu den zentralen Kennzeichen einer Cloud zählen der Self-Service, das Usage-Based Billing und ihre Agilität. Um Bereitstellungszeiten und -kosten tief zu halten, bezieht der Nutzer Dienstleistungen aus der Cloud möglichst selbständig (Self-Service). Hierfür muss der Anbieter eine vollständig automatisierte Umgebung zur Verfügung stellen. Idealerweise erhält der Nutzer die Zugangsdaten kurz nach seiner Bestellung automatisch. Wichtig sind standardisierte Schnittstellen, damit der Cloud-Kunde nicht an einen bestimmten Anbieter gebunden ist. Portal und Automatisierung können beispielsweise via vCloud-Director von VMware, Systemcenter von Microsoft oder Cisco Intelligent Automation for Cloud (CIAC) bereitgestellt werden.
Ein weiteres Kennzeichen der Cloud ist, dass sich die bezogenen Leistungen genau abrechnen lassen (Usage-Based Billing). Bezieht der Nutzer Infrastruktur, sind die CPU, RAM und Diskkapazität im Minutentakt abzurechnen. Bei Software aus der Cloud macht es mehr Sinn, nach Anzahl User abzurechnen. Wenn der Nutzer Festplattenplatz bezieht, bietet sich eine Abrechnung nach GB an. Um eine derart flexible Verrechnung zu ermöglichen, müssen die Prozesse automatisiert und transparent ablaufen. Hierfür schalten die Anbieter in der Regel Kundenportale auf, welche die verbrauchte Menge in Echtzeit aufzeigen.
Zu den Vorteilen einer Cloud-Infrastruktur zählt schliesslich die Agilität. Der Nutzer erhält schnellen Zugang zu den Diensten und der Anbieter kann die Leistungen einfach skalieren, so dass der Kunde beispielsweise für die Abrechnungen am Monatsende punktuell mehr Leistung beziehen kann. Die Herausforderung für die Anbieter liegt darin, ihre Infrastruktur möglichst hoch auszulasten und gleichzeitig den Kunden genügend Reserve zu bieten.
 
Seite 1 von 3

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Welche Farbe hatte Rotkäppchens Kappe?
Antwort
Name
E-Mail
SPONSOREN & PARTNER