ICT-Berufsbildung festigt sich - Mediamatik auf Vormarsch

ICT-Berufsbildung festigt sich - Mediamatik auf Vormarsch

7. Mai 2012 - Von Alfred Breu, ICT-Berufsbildung Schweiz

Gemäss der neuen Berufsbildungsstatistik des BFS haben letzten Sommer gut 2500 Jugendliche eine ICT-Grundbildung in Angriff genommen. Das sind etwa 200 mehr als im Vorjahr. Besonders auffällig ist die Zunahme bei der neuen Attestausbildung Informatikpraktiker und bei der revidierten Mediamatik-Lehre.
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/05
Angesichts des hohen Bedarfs an ICT-Fachpersonal und der entsprechenden Fördermassnahmen, Nachwuchsleute auf das Qualifikationsniveau der benötigten Fachleute zu bringen, wird die Bildungsstatistik immer mit Spannung erwartet. Erste Ergebnisse liegen nun vor und lassen schon klare Schlüsse zu. 1742 Personen haben im Sommer 2011 ihre Ausbildung abgeschlossen und das eidg. Fähigkeitszeugnis erworben. Wochen später haben 2550 Personen ihre Ausbildung begonnen. Das zeigt auf, dass deutlich mehr in die Ausbildung eingetreten sind, als noch vor vier Jahren. Insgesamt sind ca. 9000 Personen in der Ausbildung, zählt man die Lernenden aller vier Lehrjahre zusammen.
Mit dem Lehrjahr 2011 ist die zweijährige Attestausbildung Informatikpraktiker definitiv reglementiert worden. Völlig unerwartet haben die Betriebe rasch reagiert und 96 Lernende engagiert. Das ist deutlich mehr als angesichts der kurzen Frist erwartet worden war. Informatikpraktiker/-innen sind vier Tage im Betrieb und einen Tag in der Berufsfachschule. Sie werden im Betrieb, im Rollout, im Support der dezentralen Systeme und vor allem der Benutzer/-innen eingesetzt. Seit vier Jahren besteht ein Pilot in den Kantonen Zürich und Bern mit jeweils ca. 25 Lernenden jährlich. Aus diesem ist bekannt, dass die meisten im Beruf bleiben und viele anschliessend die Lehre als Informatiker/-in mit Schwerpunkt Support absolvieren. Teilweise konnte diese aufgrund guter Leistungen auf drei Jahre verkürzt werden. Für die Betriebe ist das eine interessante Lösung, bleiben doch die jungen Leute so mindestens fünf Jahre im Betrieb, oft deutlich länger.
(Quelle: Swiss ICT Magazin)
Den Hauptteil der ICT-Berufsausbildung nimmt die Informatik-Grundbildung ein. 2100 Lernende haben diesen Weg gewählt. Hier liegt die Zunahme bei 130 Lernenden. In diesem Bildungsweg absolviert rund die Hälfte die Lehre in einem Lehrbetrieb, die andere eine Informatikmittelschule, Privatschule oder in der Romandie rund 500 die vollzeitlichen Berufsfachschulen. Letztere werden als Generalisten ausgebildet und gehen ohne Betriebspraktikum direkt an eine höhere Fachschule oder Fachhochschule.
Die seit 2009 von ICT Switzerland getragene Mediamatiker-Ausbildung entwickelt sich sehr erfreulich. Der Beruf ist auf die Bedürfnisse der Informationsgesellschaft ausgerichtet und umfasst die Informationsaufbereitung und -vermittlung auf allen Kommunikationswegen. Entsprechend werden in der Grundbildung Fertigkeiten und Know-how in den Bereichen Design, Multimedia, Informatik, Marketing und Administration erworben. Die Lernenden werden in der Produktion und Aufbereitung von Informationen bei Screen- und Printprodukten eingesetzt. Das Anfertigen von professionellen Präsentationen gehört ebenso zu ihren Aufgaben wie das Betreuen von Netzwerken sowie das Erstellen und Pflegen von Websites und Intranets.
Kommunikation ist das A und O in diesem Beruf. Entsprechend wurde die Ausbildung auf das Niveau der kaufmännischen Lehre mit BMS angesetzt, womit Mediamatiker/-innen eine solide Basis für eine Spezialisierung erwerben.
 
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