Der grüne Daumen hat ausgedient

Der grüne Daumen hat ausgedient

6. Mai 2012 - Das Zürcher Start-up Koubachi hat einen Pflanzensensor entwickelt, mit dem die Haltung von Pflanzen spielerisch einfach gehandhabt werden kann.
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/05
Der Koubachi-Sensor teilt dem Besitzer mit, wann seine Pflanze gegossen werden muss. (Quelle: Koubachi)
Mit dem Pflanzensensor von Koubachi soll jede Zimmerpflanze gedeihen – auch wenn dessen Besitzer nicht mit einem grünen Daumen gesegnet wurde. Funktionieren soll das so: Der WiFi-Pflanzensensor, der äusserlich eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Mini-Golfschläger hat, wird in den Pflanzentopf gesteckt. Dort misst er die Bodenfeuchtigkeit, die Lichtintensität sowie die Raumtemperatur und sendet die Daten über WLAN an die Koubachi Plant Care Engine. Dort werden die Daten anhand wissenschaftlich-basierter Pflanzenpflegemodellen analysiert. Mittels der iPhone App oder der Web App erfährt der Besitzer dann, wie es seiner Pflanze geht, ob sie Wasser braucht oder an einem anderen Ort besser positioniert wäre.

Auch wenn es der Name nicht vermuten lässt: Koubachi ist ein Schweizer Start-up, gegründet von Philip Bolliger und Moritz Köhler, die sich an der ETH kennen lernten. «Der Name ist zufällig entstanden und hat keine tiefere Bedeutung», erklärt David Kurmann, der vor rund einem Jahr als Head of Marketing & Sales zum ETH-Spin-off gestossen ist.
Seit dem 1. März 2012 kann der WiFi-Pflanzensensor in der Schweiz auf Brack.ch bestellt werden. Ausserhalb der Schweiz kann Koubachi im hauseigenen Online-Shop gekauft werden. «Wir haben unter anderem schon Bestellungen aus Japan und Australien erhalten», so Kurmann. Insgesamt seien bereits mehrere hundert Bestellungen eingegangen.
Aber zurück zum Anfang: Moritz Köhler und Philip Bolliger haben beide an der ETH doktoriert. Mit Beginn des Doktorats dekorierte Bolliger sein Büro mit einer Pflanze, merkte jedoch schnell, dass er keine Ahnung hatte, wie diese richtig gepflegt werden muss. Er fing an, im Internet nach Tips zu suchen, empfand die Suche nach hilfreichen Informationen für seine Pflanze jedoch als recht mühsam. Und der Büropflanze ging es zunehmend schlechter. «So entstand die Idee. Er dachte sich: Das muss doch einfacher gehen», erklärt Kurmann. Im Jahr 2007 begannen die beiden dann, die Idee zu konkretisieren – zur selben Zeit also, in der das iPhone seinen Siegeszug startete. Nach zwei Jahren Entwicklung folgte im Jahr 2009 schliesslich die Gründung der Firma Koubachi. Und im September 2010 kam die iPhone-App Koubachi als erstes Produkt des Start-ups auf den Markt. Die iPhone App kann auch heute noch ohne Sensor genutzt werden.
 
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