OS X Lion: Apple lässt den Löwen aus dem Käfig

OS X Lion: Apple lässt den Löwen aus dem Käfig

4. September 2011 - OS X Lion beschreitet neue Wege bei der Distribution und bringt vor allem punkto Oberfläche diverse Verbesserungen, die in Richtung Konvergenz mit iOS weisen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/09
(Quelle: Apple)
Apple hat eine neue Ausgabe des Mac-Betriebssystems OS X freigegeben. Version 10.7 heisst offiziell «OS X Lion». Man bemerke: Das «Mac» ist aus der Bezeichnung entfallen. Ein kleines Detail, aber zusammen mit diversen Neuerungen zeigt sich die klare Absicht des Herstellers, die beiden Betriebssystemwelten OS X und iOS einander anzunähern.
Mission Control zeigt alle Fenster aller geöffneten Applikationen, alle Desktops und das Dashboard in einer Einheitsdarstellung an.
Verbesserte Übersicht mit der neuen Mail-Darstellung inklusive Konversationen.
«Natürliches Scrollen» in OS X Lion: Scrollbars erscheinen nur beim Scrollen.
Versions: OS X Lion verschafft Klarheit über alle automatisch oder manuell gesicherten Versionen eines Dokuments, vorausgesetzt, die Anwendung unterstützt die Funktion.


Fast nur per Download

Mutig: Im Gegensatz zu Windows und älteren Mac-OS-Versionen gibt es OS X Lion ausschliesslich per Download über den Mac App Store. Apple spart so die Kosten für Produktion und Distribution der Datenträger.
Beim Kauf von Lion lädt man nicht etwa ein Disk-Image herunter und startet dann einen Installer. Der gesamte Download- und Installationsprozess verläuft vollautomatisch und schliesst die Erstellung einer Recovery-Partition ein. Der Nachteil: Auf jedem Mac, auf dem Lion ebenfalls installiert werden soll, muss das OS erneut heruntergeladen werden. Dafür sind mit dem Lizenzpreis von 29 Franken sämtliche Macs abgedeckt, die mit der gleichen Apple ID angemeldet sind.
Wer keinen Breitbandanschluss hat, kann den rund 4 GB schweren Löwen optional auch in einem Apple Store herunterladen. Für Umgebungen mit vielen Installationen ist der Lion-Installer auch für 70 Franken auf einem USB-Stick erhältlich. Die Installation ging reibungslos vonstatten. Wir haben Lion auf einem rund ein Jahr alten iMac und auf einem Macbook Pro von Mitte 2009 installiert. Das neue OS läuft auf beiden Systemen flüssig, samt neu eingebauten Interface-Gimmicks wie der Animation beim Öffnen von Warnmeldungen – die Meldung poppt mit einem Zoomeffekt auf, der sich, wie fast alle Interface-Neuerungen, auf Wunsch abschalten lässt.
 
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