Mobile Geräte sicher eingesetzt

Mobile Geräte sicher eingesetzt

4. Juni 2011 - Security und Datenschutz gewinnen in Unternehmen dank Smartphones und Tablets ganz neue Bedeutung. Gefordert ist ob vieler neuer Risiken ein detailliertes Einsatzkonzept.
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/06
Von Christoph Aumayer

Mobile Devices – bis vor wenigen Jahren noch einfache kabellose Telefone mit stark eingeschränktem Funktionsumfang – bieten heute als Smartphones, Personal Digital Assistance (PDA) oder als Tablet-PCs umfangreiche und ausgereifte Funktionen, wodurch sich eine Vielzahl neuer Einsatzmöglichkeiten ergibt. Neben klassischen Eigenschaften im Consumer-Bereich bieten solche Geräte heute einen grossen Umfang professioneller Merkmale, was sie für einen Einsatz im Business-Umfeld interessant machen. So verwenden Mitarbeiter ihre Mobile Devices vermehrt als mobile Arbeitsplätze, wodurch die Geräte unweigerlich mit sensitiven Daten in Berührung kommen. Daraus ergeben sich neue Herausforderungen hinsichtlich Sicherheit und Datenschutz, mit denen sich Unternehmen heute konfrontiert sehen.

Problemstellung

Die bereits grosse und im hohen zweistelligen Prozentbereich weiter wachsende Verbreitung mobiler Devices – Gartner spricht von weltweit mehr als 1,8 Milliarden Smartphones und mit Web-Browsern ausgestattete Mobile Devices ab 2013, in der Schweiz wurden laut Weissbuch 2010 alleine im vergangenen Jahr 1,5 Millionen neue Smartphones verkauft –, das breite Spektrum unterschiedlicher Geräte, sowie deren vielseitige Verwendungsmöglichkeiten führt zu einigen Zielkonflikten:

- Die Vielzahl existierender, auf unterschiedlichen Soft- und Hardware-Plattformen basierenden Mobile Devices (iOS, Android, Windows Phone 7, Blackberry, Symbian, etc.) bieten unterschiedliche, teilweise noch unausgereifte Funktionen und Sicherheitsmechanismen (mehr dazu im folgenden Schwerpunkt-Artikel ab Seite 38). Dies kann die Durchsetzung unternehmensweit gültiger Compliance-Anforderungen und Sicherheits-Vorgaben erschweren, die sich auch auf betriebliche Aspekte wie das zentrale Management und die Provisionierung beziehungsweise Konfiguration der Geräte auswirken.

- Seitens des Managements und der Mitarbeiter besteht in der Regel die Erwartung, dass die Integration mobiler Gadgets in die Unternehmensinfrastruktur vorangetrieben wird und entsprechende Devices zur Verfügung gestellt werden. Die IT als klassisches Cost Center muss in ihrer Rolle als Business-Enabler einen Weg finden, einerseits die Wünsche des Managements zu erfüllen, andererseits aber auch den internen Vorgaben und Weisungen zu entsprechen.

- Aufgrund des stetig steigenden Bedarfs an neuen Geräten und dem grossen Konkurrenzdruck, dem die Hersteller vermehrt ausgesetzt sind, nimmt die «Time to Market» neuer Geräte kontinuierlich ab. Dies wiederum kann die Unternehmen vor die Herausforderung stellen, neue Geräteklassen und -modelle binnen kürzester Zeit für den Einsatz im Geschäftsumfeld fit zu machen – was sich mit der Markteinführung von Apples iPad einmal mehr eindrücklich gezeigt hat.

- Die jederzeitige und ortsungebundene Verwendung von Mobile Devices führt im Endeffekt dazu, dass die ansonsten durch umfangreiche Massnahmen geschützten Unternehmensressourcen an vielen Stellen – nämlich auf den Smartphones der Mitarbeiter – angreifbar werden. Deshalb muss der Schutz dieser Geräte erhöhten Anforderungen genügen und mindestens so gut geplant und umgesetzt werden wie bei anderen Clients.

- Oft werden Mobile Devices neben der geschäftlichen Nutzung auch privat gebraucht, oder befinden sich gar im privaten Besitz. Dadurch existiert ein Rollenkonflikt, da derselbe Benutzer an einem einzelnen Gerät sowohl seine private, wie auch seine geschäftliche Rolle einnimmt und dadurch unterschiedliche, teilweise kontroverse Interessen vertritt.

Je nach Einsatzzweck und Integrationsgrad mobiler Geräte, sowie der an sie gestellten Anforderungen, müssen die unternehmensspezifischen Problemstellungen identifiziert und mit geeigneten Massnahmen eliminiert werden.
 
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