Image der ICT fördern!

Image der ICT fördern!

4. Juni 2011 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/06
Zur Zeit sind Konzeptarbeiten im Gang für eine Image-Verbesserung des Berufsfeldes Informatik. Aus der eigenen Erfahrung aus vielen Dutzend Informationsanlässen für Schüler/-innen und Eltern ist mir die Imageförderung in riesiges Anliegen. Zu viele sehen im Informatiker nur den Reparateur. Für einen sehr hohen Anteil der Bevölkerung ist Informatik nichts anderes als der PC und seine Software, resp. die Vernetzung dazu. Also das Internet. Selbst Informatiker im Support- und Systemtechnik-Umfeld verkünden ja, dass es keine eigentliche Software-Industrie gibt!

Beim näheren Hinsehen ist alles logisch: Wird ein Informatiker gezeigt, fotografiert man ihn vor einem PC. Schaut man ins Kursangebot von Schulen, findet man eine ganze Reihe «Informatik-Kurse», darunter natürlich Office. Und an Ausstellungen der Informatik fehlt die Benutzerschulung auch nie. Und Betriebe publizieren immer noch mit Freude, dass sie nun outgesourct haben – da bekommen die Aktionäre Freude. Aber das breite Volk versteht darunter «Jobs gehen verloren».
Es ist darum dringend nötig, ein anderes Bild über die ICT aufzuziehen – damit mehr Schülerinnen und Schüler eine Informatik-Lehre machen wollen, eine Informatikmittelschule oder ein Informatikstudium. Oder aus anderen Berufen in die Informatik übertreten.

Gerade die heute in allen Medien laufende Diskussion über die Einwan­derungsbeschränkungen ist ein weiterer Grund aufzuzeigen, dass wir nicht PC-/Drucker-Installateure brauchen, sondern ein anderes Berufsfeld dahinter steht. Wir müssen aufzeigen, dass die Anzahl Informatiker/-innen seit 1990 laufend bis auf 170‘000 zugenommen hat, dass der Beitrag zum BIP ebenso laufend steigt und dass die Hälfte von ihnen Software entwickelt – Swiss made Software! Und darunter hat es ganz geniale Juwelen. Wir wissen ja, dass verschiedene Grosskonzerne in die Schweiz gekommen sind, weil sie Schweizer Entwicklungsfirmen übernommen haben, weil wir so gute Leute haben – wenn auch zu wenig. Und dass man geniale Ausländer ins Land hereinholt und das gar nicht wegen Lohndumping tut. Das alles muss man dem Volk sagen – sonst hören sie von anderer Seite nur das Gegenteil!

Wichtig ist, dass alle Informatikfirmen in dieser Imageförderung mitmachen. Es braucht die Meinung aller. Wenn ABB einen guten Auftrag an Land holt, wird darüber berichtet. Wer berichtet schon, wenn die Informatik einen Super-Auftrag ausführen konnte? Schweizer Software ist im In- und Ausland sehr begehrt – helfen Sie mit, dass das die heutige Jugend auch angemessen erfährt! (Alfred Breu, Berufsbildung Schweiz)

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