Zürcher Gemeinden stoppen E-Voting

Zürcher Gemeinden stoppen E-Voting

9. März 2011 - Nachdem der Kanton Zürich gemeindeübergreifendes E-Voting eingestellt hat, steigen fast alle Zürcher Gemeinden ebenfalls aus.
Anfang Jahr hat der Kanton Zürich seine E-Voting-Pilotprojekt gestoppt (Swiss IT Magazine berichtete). Wie die "NZZ" nun meldet, haben sich auch die meisten der einst 13 Zürcher Gemeinden mit E-Voting davon verabschiedet.

Winterthur, das seit 2008 am Projekt des Kantons beteiligt war, stellt das E-Voting ein, obwohl der Pilotversuch noch bis Ende 2011 dauert. Im Juni habe der Kanton verordnet, dass bei gemeindeübergreifenden Wahlgängen auf E-Voting verzichtet werden müsse. Dieser Beschluss habe massgeblich zum Stop der elektronischen Stimmabgabe beigetragen, so der stellvertretende Stadtschreiber Walter Bosshard gegenüber der "NZZ". Es verwirre die Stimmbürger, wenn man einmal elektronische Abstimmen könne und an einem anderen Termin nicht.

Auch aufgrund der fehlenden Kontinuität haben mit Bertschikon, Boppelsen, Bubikon, Fehraltorf, Kleinandelfingen, Männedorf, Maur, Mettmenstetten, Schlieren und Thalwil zehn weitere der einst 13 Projekt-Gemeinden das E-Voting für 2011 eingestellt.

Noch nicht entschieden hat sich derweil die Stadt Zürich, die vor dem Entscheid noch die ersten Auswertungen des Projekts durch den Kanton anschauen will. Bülach hat indes als einzige Gemeinde beschlossen, E-Voting bis zum Projektschluss Ende 2011 anzubieten.
(abr)

Kommentare

Mittwoch, 9. März 2011 Thomas
Pedro, es reicht, wenn du den Umschlag bis zum nächsten Briefkasten trägst. Das sollte drin liegen. Mir ist es lieber so. Ich bin ein Informatik-Kind und verbringe fast den ganzen Tag im Netz, aber ich weiss auch um die Gefahren der Informatik und darum, dass elektronische Abstimmungen und Wahlen - auch wenn sie tatsächlich unmanipuliert und gerecht abgelaufen sind - nachträglich immer den Vorwurf der Manipulation und damit Misstrauen in einem Volk ermöglichen. Denn Bits und Bytes lassen sich nun mal (falls geschickt gemacht, sogar mehr oder weniger spurlos) manipulieren und sind immer noch nur Nullen und Einsen, Abertausende Unterschriften auf Papier hingegen sind wesentlich schwieriger zu fingieren. Darum der Demokratie zuliebe lieber offline. Wenn du denkst, das sind Hirngespinste, dann lies mal nach, was die elektronischen Wahlmaschinen der vorletzten Präsidentschaftswahlen in den USA bewiesenermassen für Sicherheitsmängel aufwiesen. Ob die Backdoors/ Bugs ausgenutzt wurden, konnte meines Wissens nie eindeutig bewiesen oder widerlegt werden. Solche Ungewissheiten sollten bei derart wichtigen demokratischen Akten meiner Meinung nach ausgeschlossen werden.

Mittwoch, 9. März 2011 Pedro
Na super, jetzt wird wieder auf eine völlig überholte Art und Weise zurückgewechselt, die überhaupt nicht mehr zeitgemäss ist. Wie kann man nur im Zeitalter von Internet immer noch NUR auf diese antiquierte Lösung setzen??? Wieso muss ich mir die Arbeit machen, und jährlich x Belege zur Post/ Gemeinde tragen, wenn ich gleichzeitig eine Packung Getränke übers Internet bestellen kann.... E-Government ist leider praktisch inexistent in der Schweiz...

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