Intel stellt «Yonah» vor

Intel stellt «Yonah» vor

10. Juni 2005 - Zwei Cores, 2 MB Cache: So sieht Intels Mobilprozessor der nächsten Generation aus.
Artikel erschienen in IT Magazine 2005/12

Am 2. Juni hat Intel in San Francisco am Mobility Day die nächste Generation seiner Mobilprozessor-Plattform Centrino vorgestellt, die unter dem Codenamen «Napa» entwickelt wird. Im Zentrum stand dabei die nächste Evolutionsstufe des Pentium-M-Prozessors, der in Form von «Yonah» erstmals mit zwei Kernen auf den Markt kommen soll. Neben den zwei Kernen, die für eine höhere Leistung sorgen sollen, hat sich vor allem die Anbindung des CPU-Caches verändert, der nach wie vor 2 MB gross ist. Zwischen beiden Prozessor-Kernen sitzt neu ein Controller, der sich neben dem Cache auch um den Front Side Bus kümmert. Er ist dazu in der Lage, die 2 MB Cache dynamisch zwischen den beiden Kernen aufzuteilen, so dass der stärker belastete Kern mit mehr Cache unterstützt wird als sein Partner. Weiter erlaubt der Controller, dass die beiden Cores untereinander Daten über den Cache austauschen können, wenn zwei Threads, die voneinander abhängen, je einen der Cores belegen. Ein stark verbessertes Prefetching soll dafür sorgen, dass sich die beiden CPU-Kerne nicht ins Gehege kommen. Trotz anderslautender Gerüchte hat Intel darauf verzichtet, wie AMD den Speichercontroller in den Prozessor zu integrieren. Der Controller ist mit etwa 15 Millionen Transistoren aber auch so schon voluminös und von der Transistorenanzahl so gross wie ein Pentium II. Gesamthaft besteht «Yonah» aus 151,6 Millionen Transistoren, womit der Prozessor etwa so komplex wie ein Pentium 4 der 600er Serie ist, der ebenfalls mit
2 MB Cache ausgestattet ist. Allerdings soll «Yonah» durch die kleineren Strukturbreiten von
65 Nanometern vom Platzbedarf her deutlich kleiner werden. Die Markteinführung ist für das erste Quartal 2006 geplant.

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