Bund: Departemente fordern Abbruch des Vista-Projekts

Bund: Departemente fordern Abbruch des Vista-Projekts

11. Februar 2010 - Vier Departemente des Bundes wollen die Umstellung auf Windows Vista abbrechen. Da Windows 7 bereits erhältlich sei, mache ein Wechsel auf Vista keinen Sinn mehr, so die Begründung.
(Quelle: Vogel.de)

Das Justiz- und Polizeidepartement, das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek), das Departement des Innern und das Finanzdepartement haben beim Bundesrat beantragt, die Umrüstung auf Windows Vista abzubrechen, wie die "Berner Zeitung" berichtet. Vor zwei Jahren hatte der Bundesrat beschlossen, die Arbeitsplätze des Bundes zu standardisieren. Sämtliche 30‘000 Rechner sollten demnach auf das Microsoft-Betriebssystem Windows Vista migriert werden. Allerdings sind die Programme erst in wenigen Bundesämtern installiert. Nun beantragen die vier Departemente offiziell, auf Vista zu verzichten. Eine Umstellung mache angesichts der Tatsache, dass bereits der Vista-Nachfolger Windows 7 auf dem Markt sei, keinen Sinn. Laut dem Artikel der "Berner Zeitung" hat Nadia Batzig, Sprecherin des Finanzdepartements, den Antrag bestätigt. Noch im Februar soll der Bundesrat demnach entscheiden.


Dem Antrag sei ein halbjähriger Streit vorausgegangen, wie die "Berner Zeitung" unter Berufung auf Insider weiter berichtet. So haben dem Bundesamt für Informatik (BIT) verschiedene Departemente vorgeworfen, es verschleppe die Umrüstung auf Windows Vista. Beim BIT kontert man, dass viele Bundesämter die Einführung des Betriebssystems vorsätzlich behindert hätten. Es habe von Anfang an kein Interesse an standardisierten Arbeitsplätzen mit Vista bestanden.


Wie viel das misslungene Vista-Projekt kosten wird, ist noch unklar. Allerdings dürfte es den Bund teuer zu stehen kommen. Laut Batzig entstünden für den Direktumstieg auf Windows 7 Mehraufwände. Deshalb müsse eine durch die Windows-7-Variante "verursachte Erhöhung des Verpflichtungskredites" von heute 43,5 Millionen Franken beantragt werden. Allerdings könne man erst nach dem Entscheid des Bundesrats bekannt geben, wie hoch die Mehrkosten sein werden.

(abr)
 

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