Teamfähiges Visual Studio

Teamfähiges Visual Studio

Artikel erschienen in IT Magazine 2008/04
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29. Februar 2008 -  Version 2 von Microsofts Application-Lifecycle-Management-Plattform bringt viele spannende Detailverbesserungen.

Die meisten Änderungen in Visual Studio Team System 2008 gibt es im Build-Management, war das doch der Bereich, welcher in der ersten Version (2005) am wenigsten stark ausgeprägt war. So lassen sich die Build-Projektdateien nun an einem frei einstellbaren Ort in der Versionsverwaltung ablegen, was Branching-Szenarien deutlich erleichtert.



Die fertigen Builds können – abhängig vom Status – automatisch aufgeräumt werden, indem man definiert, wie viele Builds mit welchem Ergebnis erhalten bleiben sollen; die anderen werden gelöscht. Begrifflich wird jetzt zwischen einer Build-Definition, die in der Datenbank gespeichert wird, und einem Build-Typ, welcher wie gehabt als XML in der Versionsverwaltung residiert, unterschieden. Letzterer enthält die konkreten Schritte zur Ausführung des Build-Vorgangs, ersterer allgemeine Informationen wie beispielsweise auf welchem Build-Server gebaut werden soll und wo die Ergebnisse abgelegt werden müssen. Build-Definitionen lassen sich nun nach einem Zeitplan oder nach jedem Eincheckvorgang direkt ausführen.


Um Tests im Rahmen eines Build-Prozesses auszuführen, sind keine Testlisten mehr notwendig. Auch die volle Kraft ihrer Mehrkernprozessoren ist nun mit «multithreaded» Builds nutzbar, um den Kompiliervorgang zu beschleunigen. Ebenfalls hinzugekommen sind Warteschlangen für Builds, die dafür sorgen, dass mehrere Build-Aufträge – ähnlich wie bei Druckeraufträgen unter Windows – hinten eingereiht und nacheinander ausgeführt werden.

Versionsverwaltung

In der Versionsverwaltung sind zahlreiche bisher als Power Tools verfügbare Werkzeuge in das Produkt übergegangen: Die «Annotate»-Funktion zeigt links neben den Codezeilen, mit welchem Changeset diese geändert wurden. Ideal, wenn man aus dem Urlaub kommt und sich fragt, welcher freundliche Kollege in der Quell­codedatei herumgefuhrwerkt hat. Die «Compare»-Funktion vergleicht lokale Ordner mit Ordnern auf dem TFS und umgekehrt oder kreuz und quer.


Für ehemalige Benutzer von Visual SourceSafe ist sicherlich eine Einstellung interessant, die es beim Auschecken erlaubt, auch gleich die neuste Version aus der Versionsverwaltung zu ziehen, was im Standardfall beim TFS nicht passiert.
Für Administratoren gibt es zusätzlich die Möglichkeit, neben dem (logischen) Löschen, welches es auch bisher gab, Dateien und Ordner im TFS zu zerstören. Es ist auch möglich, beispielsweise bei sehr grossen Dateien, alle alten Versionen – ausser der aktuellen – permanent zu löschen.

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