Ruf nach Mobilität bei ERP

Ruf nach Mobilität bei ERP

27. September 2010 - Smartphones und Notebooks verändern die Arbeitsweise in Unternehmen. Mit einer Mobile-ERP-Strategie werden Firmen diesen neuen Zuständen gerecht.
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/10
(Quelle: Vogel.de)

Der ständig wachsende Wettbewerbsdruck zwingt die Unternehmen, ihre Prozesse zu optimieren und diese weitgehend den technologischen Möglichkeiten anzupassen. Neue Arbeits-abläufe, Heimarbeitsplätze, verbesserte Hardware sowie sinkende Verbindungskosten haben zu einem deutlichen Anstieg der Nachfrage nach mobil anwendbaren Unternehmensapplikationen geführt. Laut einer Erhebung des Zürcher Analysten- und Beratungshauses Intelligent Systems Solutions (i2s) bei 91 mittelständischen Unternehmen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland sind die Haupttreiber für den Einsatz von Mobile ERP der Wunsch nach Zeitersparnis (57%), gefolgt von Prozessoptimierung (43%) und eine Verbesserung der Datenaktualität (39%). Aktuell setzen 30 Prozent der befragten Unternehmen mobile ERP-Anwendungen ein. Weitere fünf Prozent planen den Einsatz in absehbarer Zeit.


Durch den mobilen Zugriff auf das ERP-System haben Mitarbeiter ständig Zugang zu wichtigen Informationen, selbst wenn sie nicht am Arbeitsplatz, sondern beim Kunden vor Ort sind. Kennt der Mitarbeiter beispielsweise sofort die aktuellen Produktpreise oder den Lagerbestand, kann er schneller reagieren. Zudem werden Entnahmen aus dem oder Aufstockungen im Lager in dem Moment eingegeben, in dem sie passieren – egal, ob vom Büro aus oder von unterwegs. So stimmt die Auskunft über die Lagerbestände jederzeit mit dem aktuellen Level überein. Auch was den Materialfluss angeht, bieten der mobile Zugriff beziehungsweise die mobile Eingabe einige Vorteile: Geschäftskritische Komponenten können sozusagen im Flug bestellt werden, und das zu jedem Produktionszeitpunkt.




Nicht das ganze System abbilden

Beim Projekt «mobiles ERP» darf es nicht darum gehen, das ganze System auf dem jeweiligen mobilen Endgerät vollständig abzubilden. Den unterschiedlichen Nutzern, die das System von unterwegs bedienen sollen, müssen die von ihnen benötigten Prozesse zur Verfügung gestellt werden. Dabei stehen Prozesse rund um CRM (67 Prozent), Materialwirtschaft (44 Prozent) und Vertrieb (39 Prozent) ganz oben auf der Einsatzliste. Im Bereich Vertrieb erwarten die Befragten durch den Mobile-ERP-Einsatz eine Verbesserung der Kundenkommunikation und eine erhöhte Kundenzufriedenheit (jeweils 44 Prozent).

Erfahrungsgemäss werden administrative Aufgaben meist im Büro erledigt, während beim Kundenkontakt oftmals das Notebook zum Einsatz kommt. Den Mitarbeitern mit Kundenkontakt müssen daher alle wichtigen Funktionen zur Unterstützung ihrer Arbeit zur Verfügung gestellt werden, während administrative Prozesse nicht unbedingt mobil verfügbar sein müssen.

Der Anwender kann durch die Nutzung mobiler Endgeräte unabhängig von seinem Aufenthaltsort kommunizieren, Informationen abrufen und Daten versenden. In früheren Jahren mussten bei Dienstreisen, beispielsweise mit dem Flugzeug, notwendige Informationen in Papierformat vorher bereitgestellt und mitgenommen werden. Die Wartezeit im Flughafengebäude und der Flug konnten als «tote Zeiten» angesehen werden, da in der Regel eine Bearbeitung oder Aktualisierung der Informationen ausserhalb des Unternehmens nicht oder nur schwer möglich war. Die einzige Nutzung bestand darin, dass Hinweise auf den mitgenommenen Unterlagen vermerkt wurden. Im Gegensatz dazu besteht mit dem Einsatz von Mobile ERP die Möglichkeit, unabhängig vom Büro oder Unternehmen auf die relevanten Daten vom ERP-System zuzugreifen.

 
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