Web 2.0 als Vitamin B für die Karriere

Web 2.0 als Vitamin B für die Karriere

24. September 2010 - Unternehmen nutzen Web 2.0 immer häufiger für die Vermarktung oder die Mitarbeitersuche. Wer sich im Internet präsentiert, muss aber einige Regeln beachten.
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/10

Während Unternehmen immer häufiger die sozialen Medien nutzen, um ihre Bekanntheit zu steigern, sind IT-Fachleute schon seit Jahren in Communities und Foren aktiv, um ihr Wissen auszutauschen oder einfach nur um mit Gleichgesinnten über neue technische Trends zu chatten. Somit hatten diese Technologen auch in der Vergangenheit schon Zugang zu ausgewählten Kreisen und zu speziellen technischen Themen.


Nun werden die sozialen Medien immer funktionaler und somit auch häufiger als Karrierekanal für die persönliche Jobsuche genutzt. Wachsende Unternehmen stellen ihr Profil in Xing, Linkedin oder gar Facebook, um viele neue «Freunde» – sprich Kunden oder Bewerber – zu finden. Computeranimierte Schauspieler vertreten dabei den firmeneigenen Personalchef oder einen Musterkollegen, damit sich potentielle neue Mitarbeiter schon mal mit dem Arbeitsumfeld anfreunden können. Tag und Nacht kann man in Twitter Fragen zum neuen Job und zu den Arbeitsbedingungen stellen und so letztlich eine Entscheidung treffen, ob man sich bei diesem Unternehmen bewerben möchte oder nicht. Links führen zu den offenen Positionen und Kontaktpersonen, bei denen man sich melden kann.

Das erweiterte Angebot eröffnet aber auch ungeahnte zusätzliche Möglichkeiten, die heute noch gar nicht alle ausgeschöpft werden. Beispielsweise könnte man sich vorstellen, in Zukunft noch über eine Web-Kamera live an seinem zukünftigen Schreibtisch Platz zu nehmen, seinen neuen Kollegen beim Arbeiten zuzuschauen und sich einen Live-Eindruck über die Büroatmosphäre zu machen. Ob der Kaffee allerdings am potentiellen neuen Arbeitsplatz ebenso gut schmeckt wie beim bisherigen Arbeitgeber und ob das Kantinenessen weniger versalzen ist, muss jeder noch selbst herausfinden.


Positive Online-Reputation ist wichtig

Zum einen lassen sich soziale Netzwerke also nutzen, um mögliche neue Arbeitgeber genauer unter die Lupe zu nehmen, andererseits nutzen aber auch HR-Mitarbeiter verstärkt die Möglichkeit, hochqualifizierte Bewerber zu finden. Heute ist es also nicht nur wichtig, intelligent nach einem neuen Job zu suchen, sondern es geht auch darum, intelligent gefunden zu werden. Denn neben Personalentscheidern suchen auch Headhunter ganz gezielt in den gängigen Netzwerk-Plattformen nach Kandidaten. Und daher sollte einem bei der persönlichen Zur-Schau-Stellung im Internet bewusst sein, dass alle Informationen, die über die eigene Person online verfügbar sind, ausschlaggebend für neue Karrierechancen sein können, aber auch ein potentielles Risiko darstellen, wenn zum Beispiel auf Flickr.com Bilder von der letzten Mallorca-Flatrate-Bier-Party auftauchen. Auch wenn Arbeitgeber vorrangig solche sozialen Netzwerkplattfomen nutzen, die vor allem dem Aufbau von professionellen Kontakten dienen (wie z.B. Xing, Linkedin etc.), sind peinliche Fotos oder unqualifizierte Beiträge im Netz also auf jeden Fall zu vermeiden.


Doch was gilt es sonst noch zu beachten, wenn man das Internet und soziale Medien als Vitamin B für die Karriere nutzen möchte?

 
Seite 1 von 2

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Welche Farbe hatte Rotkäppchens Kappe?
Antwort
Name
E-Mail
SPONSOREN & PARTNER