App-Entwicklung leicht gemacht

App-Entwicklung leicht gemacht

24. September 2010 - Windows Phone 7 setzt neue Standards im Bereich der Mobiltelefon-Plattformen. Der Fokus auf die Benutzer- und Entwicklerbedürfnisse macht sich bemerkbar.
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/10
Dank Panorama View können beispielsweise im People Hub neue und wichtige Nachrichten in der Breite angezeigt werden. (Quelle: Vogel.de)

Schon seit Mitte Juli sind die Windows Phone Developer Tools im Beta-Stadium von Microsoft erhältlich, und am 16. September hat der Software-Riese die RTM-Version freigegeben. Mit der Veröffentlichung der neuen Mobile-Plattform erhofft sich Microsoft, seinen Platz im hart umkämpften Smartphone-Markt etablieren zu können. Die drastischen Änderungen an den bisherigen Designpraktiken und der neue Fokus auf den Anwender werden zeigen, wie sich der neueste Wurf aus Redmond auf dem Markt bewährt.


Dank Panorama View können beispielsweise im People Hub neue und wichtige Nachrichten in der Breite angezeigt werden.
Ein RSS Reader besteht nur aus wenigen Klassen und kann rasch und mit geringem Aufwand eingebunden werden.
Mittels Pivot Control, einem weiteren Bestandteil von Silverlight for Windows Phone, lässt sich quasi durch eine App blättern.


Content not Chrome

Mit Windows Phone 7 (WP7) hat Microsoft einen klaren Bruch zu ihrer bisherigen Mobile-Umgebung gewagt. Das neue Motto, mit Codenamen «Metro», heisst: Content not Chrome (sinngemäss übersetzt: Inhalt statt Glimmer). Statt dem üblichen Startmenü zeigt sich Windows Phone 7 mit sogenannten Hubs auf der Startseite. In diesen werden die Daten aus diversen Quellen, wie anderen Apps oder dem Internet, gesammelt und übersichtlich dargestellt. Microsoft stattet seine Telefone standardmässig mit den Hubs People, Pictures, Games, Music + Video, Market und Office aus. Ausgehend vom Pictures Hub sind so beispielsweise gleich die neuesten Bilder auf Flickr von Personen im Kontaktverzeichnis ersichtlich.


Mit «Metro» wurde das Design der mobilen Plattform komplett umgestaltet. Abgesehen vom Office Hub kommt Windows Phone 7 sehr schlicht daher. Das farbliche Spektrum ist begrenzt auf einen hellen und einen dunklen Style und eine von insgesamt zehn Akzentfarben. Im WP7-Styleguide werden Entwickler dazu angehalten, dieses Farbschema auch für eigene Apps einzuhalten.

Für Entwickler mit Erfahrung im Bereich der Windows-Presentation-Foundation-Programmierung (WPF) oder mit Silverlight-Hinter-grund dürfte der Umstieg auf Windows Phone 7 sehr leicht fallen. Begriffe wie das MVVM Pattern und Code Behind dürften keine Fremdwörter darstellen. Es ist dennoch hilfreich, wenn ein Grundverständnis für gewisse Verfahren, wie etwa das Data Binding, vorhanden ist. Erfahrene Entwickler werden sich freuen, dass WP7 Linq unterstützt, um direkt Abfragen auf Datenspeicher zu ermöglichen.


Grundsätzlich ist es natürlich aber auch möglich, sich ohne grössere WPF- oder Silverlight-Vorkenntnisse an die WP7-Programmierung heranzuwagen.

 
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