Kommunizieren mit Enterprise 2.0

Kommunizieren mit Enterprise 2.0

1. Juni 2010 - Enterprise 2.0 eröffnet ganz neue Collaboration-Möglichkeiten. Die Wahl der richtigen Lösung ist entscheidend.
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/06
Mit Enterprise 2.0 geht die Zusammenarbeit in Teams weit über den gemeinsamen Kalender und E-Mail hinaus. Mitarbeiter können sich vernetzt einbringen. (Quelle: Vogel.de)

Derzeit sind im Unternehmensumfeld zwei Schlagworte besonders aktuell: Web 2.0 und das daraus resultierende Enterprise 2.0. Web 2.0 bezeichnet gemeinhin den Einbezug von interaktiven und kollaborativen Elementen des Internets. Was bedeutet das im Klartext? Wesentlich für Web 2.0 ist die soziale, kommunikative Komponente. Bilder auf Facebook, Kurznachrichten an mitlesende Freunde mit Twitter, Videos auf Youtube sowie Foren und Chats zählen dazu. Der bestimmende Faktor des Web 2.0 ist die aktive Mitgestaltung der Internetnutzer, währenddessen die Internet-Inhalte im «alten» Web noch überwiegend unidirektional waren.


Der Begriff Enterprise 2.0 umschreibt derweil die Betonung sozialer Funktionen durch den Einsatz von entsprechender Software. Einzelne Mitarbeiter sollen stärker einbezogen werden. Der Schöpfer des Begriffs, der Harvard-Professor Andrew P. McAfee, subsummiert die Komponenten von Enterprise 2.0 unter dem Begriff «SLATES» (Schiefertafeln). SLATES steht als Akronym für «Search, Links, Authoring, Tags, Extensions and Signals». Hier wird ausgedrückt, dass Informationen durch die Verlinkung besser verbunden werden. Durch die eigenständige Erstellung von Inhalten (Authoring) sowie von Schlagworten (Tags) durch die Nutzer kann somit auf das Wissen vieler Menschen zurückgegriffen werden. Soweit die Theorie.


Was bedeutet das für ein Unternehmen? Die heutige Realität von internen IT-Systemen zur Zusammenarbeit von Mitarbeitern und Teams besteht aus der Nutzung von E-Mail, gemeinsamen Excel-Listen, diversen Dateien auf zentralen Servern und – soweit vorhanden – einem Intranetportal mit Informationen sowie Online- oder Offline-Formularen. Dabei kann ein Intranet noch viel mehr sein.

Mit Enterprise 2.0 geht die Zusammenarbeit in Teams weit über den gemeinsamen Kalender und E-Mail hinaus. Mitarbeiter können sich vernetzt einbringen. (Quelle: Vogel.de)
Mittels Enterprise 2.0 können Informationen Themen- anstatt Hirarchie- oder Abteilungs-orientiert organisiert werden. Jeder Mitarbeiter kann sich einbringen, was die Motivation erhöht. (Quelle: Vogel.de)


Föderale Kommunikations-Struktur

Wo liegt der besondere Reiz von Enterprise 2.0 für kleine und mittlere Unternehmen? Zunächst ist die Einführung von neuen Informationsstrukturen ein Anlass, eigene Prozesse aufgrund des Machbaren zu überdenken und dem tatsächlichen Bedarf anzupassen. Oft begrenzen die technischen Möglichkeiten das Denken und Handeln. Enterprise 2.0 hebt diese formalistischen Limitationen auf. Mitarbeiter können sich durch die erweiterten Infrastrukturen besser und vernetzter einbringen. Informelle Austausche, wie beispielsweise das Gespräch zwischen Kollegen in einer Kaffeeküche, finden künftig auch im Intranet statt. Im Gegensatz zu dem heutigen Modell, wo Informationen zentral administriert werden, ist eine föderale Struktur der Kommunikation möglich. Hier bietet sich eine Collaboration Software an. Sie bietet die Chance, Informationen und Wissensbeiträge Themen- anstatt Hierarchie- beziehungsweise Abteilungs-orientiert zu organisieren. Ausserdem erhöht diese neue Art der Kommunikation die Motivation der einzelnen Mitarbeiter, da sich jeder einbringen kann. Enterprise 2.0 mit seiner starken Interaktivität passt die Kommunikationssituation also an das «natürliche» private Umfeld an. Mitarbeiter können ihren Gedankenaustausch zu beruflichen Fragestellungen pflegen, ohne durch starre Vorgaben eingeengt zu sein beziehungsweise ohne in eine unstrukturierte Informationsanarchie flüchten zu müssen. Nicht zuletzt wird die vorhandene IT-Umgebung effizienter genutzt und die vollen Potentiale auch der Technik ausgeschöpft.

Im Verhältnis zu externen Partnern kann die Einrichtung eines Extranets die Kommunikationsstruktur verbessern, indem die für den Abgleich mit Kunden oder Lieferanten notwendige Zeit minimiert wird. Ein Unternehmen kann Informationen in genau demselben Umfang im Extranet wie Intranet zur Verfügung stellen und damit zur Erhöhung der Servicequalität beitragen. Natürlich ist bei der Auswahl der dafür nötigen Software auf eine ausgeklügelte Benutzerverwaltung zu achten, damit Informationen nicht unkontrolliert fliessen.

 
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