Stabiles Hoch bei Thin Clients

Stabiles Hoch bei Thin Clients

26. April 2010 - Nicht zuletzt dank der aufkommenden Desktop-Virtualisierung eignen sich Thin Clients mehr denn je für nahezu alle gängigen Einsatzszenarien am IT-Arbeitsplatz.
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/05
(Quelle: Vogel.de)

Bereits vor Jahresfrist stellten wir fest, dass Thin Clients eine eigentliche Renaissance geniessen. Dies gilt umso mehr, als sich virtualisierte Desktop-Umgebungen zunehmend ausbreiten, nicht zuletzt dank immer besserer Basis-Software wie View von VMware oder den Citrix-Lösungen Xendesktop und Xenapp. Natürlich kann man virtualisierte Desktops auch auf herkömmlichen PCs fahren – aber wieso? Ein Thin Client bringt neben einer deutlichen Stromersparnis – manche Modelle verbrauchen im Betrieb kaum mehr Energie wie ein PC im Standby-Modus – auch klare Sicherheitsvorteile, da er ohne lokale Laufwerke auskommt. Und wie die Tabelle zeigt, bieten Thin Clients heute ansprechende Bildschirmauflösungen. Einige erlauben sogar den parallelen Betrieb von zwei oder – über eine optionale zweite Grafikkarte – vier Monitoren. Damit dürften auch anspruchsvolle Bedürfnisse hinsichtlich Screen Real Estate, wie sie zum Beispiel in der Trading-Abteilung einer Bank vorkommen, abgedeckt sein.


Nach wie vor nicht besonders geeignet sind Thin Clients für stark grafikintensive Anwendungen, die von einer mächtigen GPU profitieren; dazu sind die integrierten Grafiksub-systeme der gängigen Thin-Client-Geräte denn doch zu wenig potent, auch wenn die Server- und Netzwerkleistung mittlerweile auch solchen Anforderungen zu genügen vermag.


Den Punkt «Audio-Support» haben wir diesmal übrigens weggelassen; alle Modelle verfügen über Audio-Ein- und -Ausgänge.


Marktangebot mit wenig Änderungen

In den letzten zwölf Monaten hat sich auf dem Thin-Client-Markt wenig geändert. Als einziger Neueintritt ist der PC-Hersteller Acer zu verzeichnen – aber die beiden im Februar eingeführten Modelle Veriton N260G und N270G, die auf Acer-Hardware und Igel-Firmware basieren, sind in der Schweiz nicht erhältlich. Acer äussert sich nicht dazu, ob diese Geräte künftig auch auf den Schweizer Markt kommen sollen.


Ansonsten bietet ein Grossteil der Hersteller nach wie vor sowohl Windows- als auch Linux-basierte Thin Clients an, einige weitere konzentrieren sich auf Linux-Geräte, und Wyse propagiert nach wie vor sein eigenes ThinOS. Bei einigen Windows-Modellen fällt auf, dass als lokaler Webbrowser nach wie vor Internet Explorer 6 integriert ist – für moderne Webanwendungen eigentlich ein völlig unakzeptabler Technologiestand, aber in der Praxis relativ unbedeutend, da bei einem virtualisierten Desktop der Browser wie alle Software ohnehin vom Server geliefert wird. Dennoch: Die Linux-Fraktion ist mit Firefox 3.6 meist aktueller ausgestattet.

 
Seite 1 von 2

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Welche Farbe hatte Rotkäppchens Kappe?
Antwort
Name
E-Mail
SPONSOREN & PARTNER