Panoramios Weg zu Google

Panoramios Weg zu Google

25. Januar 2010 - Am 11. Web Monday haben die Entwickler von Panoramio einen Einblick gegeben, wie der Weg eines Start-ups zum Google-Übernahmekandidaten aussehen kann.
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/01
Bei Panoramio handelt es sich um eine Photosharing-Site, auf der georeferenzierte Bilder angezeigt und in Google Earth integriert werden.
(Quelle: Vogel.de)

Die Web-Szene Zürich lebt. Bester Beweis dafür sind die Web Mondays, die regelmässig von SwissICT-Award-Gewinner Amazee in der Limmatstadt durchgeführt werden. Mit den Web Mondays soll ein Austausch innerhalb der Schweizer Web Community stattfinden. Ausserdem sind die Anlässe Plattform für Start-ups, welche sich der Szene vorstellen können. Ab dieser Ausgabe wird Swiss IT Magazine regelmässig die Web-Monday-Start-ups präsentieren und die Leser so darüber auf dem Laufenden halten, was in der Internet-Szene Schweiz läuft.



Den Anfang zur Serie macht eine Plattform, die den Start-up-Status bereits hinter sich gelassen und überdies erreicht hat, wovon viele jungen Internet-Firmen träumen. Panoramio, die Photosharing-Website der zwei jungen spanischen Internet-Cracks Joaquín Cuenca Abela und Eduardo Manchón Aguilar, wurde im Mai 2007 von Google übernommen und in Google Earth sowie Google Maps integriert. Bis dahin war es jedoch ein steiniger – teilweise aber auch unterhaltsamer – Weg, wie Abela am 11. Web Monday in den Räumlichkeiten von Google erzählte.




Erfolgreich mit 250 Dollar

Abela und Aguilar hatten schon an verschiedenen Projekten – unter anderem an einer spanischen Version von Craiglist – gearbeitet, als Google Maps lanciert wurde. Ursprünglich verfolgten sie daraufhin das Ziel, eine Verknüpfung des Craiglist-Prinzips mit Google Maps auf die Beine zu stellen. «Nur leider hat das nicht richtig funktioniert. Doch dadurch habe ich begonnen, mit der Google Maps API herumzuspielen. Irgendwann begannen wir, Fotos mit Google Maps zu verknüpfen, und mochten die Idee.» Nach drei Monaten seien sie aber an denselben Punkt gekommen, wie mit anderen Projekten zuvor: «An den ‹We-are-almost-ready›-Punkt», wie Abela den Zustand beschreibt. Der Unterschied dieses Mal war der, dass sich die jungen Entwickler durchringen konnten, mit dem Projekt live zu gehen. Das war im Jahr 2005 – Panoramio war geboren. Schnell wurden erste Blogger auf das Projekt aufmerksam, und so entstand erstmals Traffic auf der Plattform. Wegen eines Bloggers sei man auch darauf gekommen, die Plattform für Google Earth anzupassen. Schliesslich wurde Panoramio auf Google Earth populär verlinkt, worauf sich der Traffic verzehnfachte, was bedeutete, «dass wir nun plötzlich 10 Dollar im Monat verdienten». Nach einer Weile sei das monatliche Einkommen gar auf 250 Dollar geklettert. «Wir waren also erfolgreich, auch wenn meine Mama immer noch fragte, warum ich nicht einen richtigen Job annehmen wolle.»

 
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