Virtualisiert ist SAP erst stark

Virtualisiert ist SAP erst stark

22. Mai 2009 - Betriebssystem-, Datenbank- und Applikationsvirtualisierung erlauben der SAP-IT-Organisation, das hochkomplexe System erst richtig flexibel und optimiert zu nutzen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2009/06

SAP-IT-Organisationen nutzen die Betriebssystemvirtualisierung, damit auf derselben Hardware mehrere Betriebssys-teme installiert und unabhängig betrieben werden können. Zusätzliche SAP Application Server können auf der bestehenden Hardware flexibel dazugeschaltet werden. Damit können Lastspitzen des Systems flexibel verteilt werden. In ruhigeren Zeiten können «Hardware-Ressourcen» für andere SAP- und Nicht-SAP-Applikations-Anforderungen genutzt werden. Die verteilte Software-Architektur lässt es so zu, von Virtualisierung zu profitieren.


In derselben Art können auf den bereits bestehenden Systemen auch SAP-Prototyp-Sys-teme aufgebaut und zugeschaltet werden. Dieser Ansatz ist sehr beliebt, weil sonst für experimentelle SAP-Systeme zusätzliche Hardware beschafft werden muss. Auch das Risiko, dass Machbarkeitsstudien live an produktiven Systemen gemacht werden, wird damit reduziert. Bei SAP-Kunden findet man deshalb immer eine Anzahl «virtueller» SAP-Prototyp-Systeme im Systemportfolio. Sie werden auf den Systemen nach Bedarf auf- und wieder abgebaut.Weiter werden solche virtuellen Systeme für das SAP-Testing und die SAP-Schulung genutzt. Diese Systeme müssen laufend aufgebaut, initialisiert und wieder abgebaut werden. In Kombination mit einem umfassenden Change- und Transportmanagement, um das System auf dem richtigen Stand entsprechend dem Produktionssystem aufzubauen, zu initialisieren und zurückzusetzen, lässt sich eine ansonsten aufwendige Aufgabe elegant erledigen.


Datenbankvirtualisierung

Die Kombination der Datenbanken der verschiedensten SAP-Applikationen in eine für den Nutzer einzige SAP-Datenbank ist eine Form von Datenbankvirtualisierung. Ein SAP Software Layer erlaubt den unterschiedlichen Execution Stacks – von aussen gesehen –, auf eine einzige Datenbank zuzugreifen.


Die Basis hierfür liefert SAP mit seiner über verschiedene Releases konsequent umgesetzten komponentenbasierten Software-Architektur. Im Release 4.0 wurden die ersten Schritte in diese Richtung gemacht. Zunächst waren allerdings die Basiskomponenten des Systems mit den Applikationskomponenten noch stark verknüpft. Jeder Execution Stack brauchte noch seine eigene Datenbank.

Mit dem SAP Netweaver Application Server wurden sämtliche Basis-Komponenten in das «SAP Netweaver Application Server»-Basis-System ausgelagert. Für die Datenbankvir-tualisierung wurde damit die notwendige Aufteilung von Application Server (Basis--Kompo-nenten) und Business-Logik (Business-Komponenten) vollständig erreicht. Die Informationen über die effektiven Abhängigkeiten zwischen Basis- und Business-Komponenten sind dabei in einem Komponentenmodell abgelegt, verwaltet und verfügbar.

 
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