Reales Recht in virtueller Welt

Reales Recht in virtueller Welt

22. Mai 2009 - Während mit der Virtualisierung für die IT die Sache einfacher wird, mahnt der Rechtsanwalt zur Vorsicht bei Lizenzierung, Datenschutz und Dienstleistungsverträgen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2009/06

Vor kurzem erzählte uns der CEO einer Klientin, ein mittelgrosses Informatikunternehmen, ganz begeistert von den Möglichkeiten der Virtualisierung und deren grossem Nutzen. Trotz Euphorie beschlich ihn aber das ungute Gefühl, dass damit rechtliche Probleme verbunden sein könnten. Sein Gefühl ist richtig. Bei der Virtualisierung muss aus juristischer Sicht besondere Beachtung der Lizenzierung, dem Datenschutz und den Dienstleistungsverträgen (Wartung, Support) geschenkt werden. Nicht alle Anbieter von Software und entsprechenden Dienstleistungen sind rechtlich gleich gut für die neuen Herausforderungen gerüstet. Mit einigen sind individuelle rechtliche Lösungen speziell auszuhandeln.


Virtualisierung aus rechtlicher Sicht

Wie viele der neuen Entwicklungen in der Informatik ist auch die «Virtualisierung» kein gefestigter, klar definierter Begriff. Für uns und unsere Klienten bedeutet Virtualisierung in der Regel, dass mehrere Betriebssysteme gleichzeitig auf einem Server, also auf der gleichen Hardware ausgeführt werden. Es werden somit auf dem gleichen Server mehrere Bereiche gebildet, sogenannt virtuelle Maschinen, die von verschiedenen Usern genutzt werden. In diesen Bereichen werden oft die gleichen Programme mit der gleichen Lizenz mehrmals installiert. Dazu werden die Daten verschiedener Eigentümer in den verschiedenen Bereichen, aber auf dem gleichen Server abgelegt.


Damit stellen sich für uns verschiedene rechtliche Fragen. Darf man eine Software auf dem gleichen Server mehrmals installieren? Ist der Schutz der Daten in den verschiedenen Bereichen insbesondere vom Zugriff der User der anderen Bereiche gewährleistet? Berücksichtigen die Dienstleistungsverträge die Virtualisierung?

 
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