Die Renaissance der Thin Clients

Die Renaissance der Thin Clients

15. Mai 2009 - Thin Clients sind populärer denn je – dank Desktop-Virtualisierung und leistungsstärkeren Modellen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2009/06

Mit dem Aufkommen von webbasierten Geschäftsanwendungen und Desktop-Virtualisierung feiern Thin Clients eine regelrechte Renaissance. Davon zeugt nicht zuletzt die durchaus ordentliche Anzahl von Herstellern, die sich auf Thin-Client-Hardware und die zugehörige Verwaltungs- und Virtualisierungssoftware spezialisiert haben. Mehr oder weniger alle Traditionsgrössen der Thin-Client-Szene wie beispielsweise der deutsche Anbieter Igel, der israelische Innovator ChipPC und der Ultrathin-Client-Spezialist Ncomputing sind nach wie vor im Business.


Energie und Verwaltung

Server-based Computing lässt sich selbstverständlich auch mit konventionellen PCs an den Arbeitsplätzen betreiben. Die Thin-Client-Hersteller betonen aber die im Vergleich zum Fat Client deutlich höhere Energieeffizienz und die einfachere Verwaltung.


Bei der Thin-Client-Hardware fehlt die besonders stromfressende Harddisk, und der Prozessor ist typischerweise auf die geringeren Anforderungen ausgelegt. Die eigentliche Rechentätigkeit findet ja auf dem Server statt, der Thin Client dient in erster Linie der Aufbereitung der Rechenergebnisse für die lokale Anzeige und der Entgegennahme und Weiterleitung der Benutzereingaben – insgesamt lässt sich so massiv Strom sparen. Ausserdem generiert ein Thin Client weniger Abwärme als ein PC – so sinkt auch der Energieaufwand für die Raumklimatisierung. In konkreten Zahlen: Selbst die High-End-Geräte, die Infoweek für die Marktübersicht ausgewählt hat, kommen im Betrieb mit durchschnittlich 15 bis 20 Watt aus. Zum Vergleich: Der Energieverbrauch eines Desktop-PC liegt deutlich über 100 Watt.

Zur Administration der Thin Clients offerieren die meisten Anbieter eine kostenlose oder recht günstige Verwaltungssoftware, mit der sich zum Beispiel Firmwareupgrades oder Patches für die im ROM gespeicherte Betriebssoftware auf die Geräte verteilen lässt. Einige Hersteller gehen noch weiter, so zum Beispiel ChipPC mit dem umfassenden MMC-Snap-in Xcalibur Global, das mit policy-basiertem Management wahlweise nach logischem oder physischem Organisationsmodell aufwartet. Andere Hersteller bieten gleich eine komplette Desktop-Virtualisierungslösung an. Ein Beispiel ist die optional erhältliche Software Suite TCX von Wyse, die Zusatzfunktionen wie die Bereitstellung virtueller Desktops für Mitarbeiter mit besonderen Anforderungen an Gerätezugriff, Virtualisierung von USB-Ports, Optimierung der Darstellung beim Mehrmonitorbetrieb und Beschleunigung beim Umgang mit Multimediaformaten über ICA- und RDP-Verbindungen bietet.

 
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