Test Center – MyStrom WiFi Switch

Den Strom unter Kontrolle

Den Strom unter Kontrolle

Artikel erschienen in IT Magazine 2022/10

Teil des smarten Heims

Mit den beschriebenen Funktionen dürfte der MyStrom WiFi Switch wohl das Gros der Anwendungsszenarien im Office abdecken. Die Funktionalität geht allerdings noch weiter. Betreibt man beispielsweise eine Mini-Solaranlage, kann man das in den Einstellungen des smarten Steckers so definieren und bekommt im Steckdosen-Menü die neue Option Solar Actions, über die Aktionen rund um die Energie-Produktion des verbundenen Panels definiert werden können. Ausserdem kann man den Tarif vorgeben, den man für die Produktion von Storm bekommt, der ins Netz eingespiesen wird.

Über die Option Szenen kann man derweil eine Abfolge von Ereignissen definieren. Als Beispiel dient hier die Szene Weggehen: Man gibt der Szene einen Namen, wählt ein passendes Icon und die WiFi Switches aus, die bei der Szene eine Aktion ausführen sollen – in unserem Fall ausgeschaltet werden. Es ist aber auch möglich, dass innerhalb einer Szene jeder WiFi Switch etwas anderes tut – bei der Szene Nachtessen zum Beispiel die eine Steckdose ausgeschaltet wird, während eine andere das Licht auf 75 Prozent dimmt.

Damit sind wir auch tiefer drin im Thema Smart Home, von dem die My­Strom WiFi Switches ein elementarer Teil sein können. Per Default vorgesehen ist, die MyStrom App mit Sonos zu verbinden, sofern man denn solche Lautsprecher im Einsatz hat. Dazu muss sich lediglich innerhalb der MyStrom App mit seinem Sonos-Login anmelden, und schon sind die vorhandenen Speaker der App zugefügt und man kann die grundlegenden Funktionen (Abspielen, Pause, Skippen, Laut und Leise) steuern. Wer sein smartes Heim noch weiter via My­Strom zusammenführen will, dem bietet der Anbieter MyStrom Home, ein kleines Gerät (optional auch als Raspberry-Bausatz erhältlich), das MyStrom- und andere Smart-Home-Geräte wie etwas Philips-Hue- oder Ikea-Leuchtmittel zusammenbringen soll. Für die Nutzung der entsprechen App aber werden jährlich 29 Franken fällig. Daneben ist es auch möglich, die Steckdosen dank Home Kit Support Apple Home zuzufügen. Dazu muss einfach der QR-Code auf der Steckdose gescannt werden, der Rest passiert automatisch. Ebenfalls kompatibel ist der Stecker unter anderem mit Google Assistant, Amazon Alexa oder der REST API.

Eine klitzekleine Kritik

Den Strom unter Kontrolle
Gemeinsam mit einem Powerline-Adapter von Devolo hängt mit dem WiFi Switch ein ziemliches Konstrukt an der Steckdose (Bild links). Da die MyStrom-Lösung nicht gedreht werden kann, wird zudem der Lichtschalter zur Hälfte verdeckt. Erfreulich: An einer Dreifachsteckdose geht trotz WiFi Switch kein Stromanschluss verloren (Bild rechts). (Quelle: MyStrom)
Doch zurück zu unseren smarten Steckdosen und der dazugehören App, die uns ziemlich begeistert haben, zeigen sie doch auf, wie Plug&Play funktionieren muss und wie man eine einfach bedienbare, logisch aufgebaute App mit hoher Funktionalität programmiert. Sind die smarten Steckdosen also frei von Schwächen? Nicht ganz – ein kleines Manko haben wir gefunden. Zwar sind die Switches so gebaut, dass sie so in einer Dreifachsteckdose stecken, dass auch die beiden anderen Steckplätze weiter genutzt werden können. Das ist längst nicht bei jedem Netzadapter, der direkt in die Steckdose gesteckt wird, der Fall. Bei einer Steckdosen-Lichtschalter-Kombi­nation aber steckt der WiFi Switch so in der Dose, dass der halbe Lichtschalter abgedeckt wird. Hier hätten wir uns gewünscht, dass der Adapter gedreht werden kann – das würde die Flexibilität beim Einstecken des My­Strom WiFi Switch noch erhöhen. Und was wir in unserem Setup noch festgestellt haben: In Verbindung mit einer Power­line-Mesh-WLAN-Landschaft von Devolo und seinen mächtigen Adaptern, die direkt in der Steckdose stecken müssen, wird das Konstrukt, dass da an der Wandsteckdose hängt, schon ziemlich mächtig.

Wer sich hingegen daran stört, dass beispielsweise eine ausgeschaltete Steckdose nur via App eingeschaltet werden kann: Für 24 Franken gibt es den My­Strom WiFi Button oder für 39 Franken den WiFi Button Plus. Mit beiden können MyStrom-Geräte ganz ohne App gesteuert werden, wobei je nach Button mehrere Funktionen pro Taste definiert werden können. Ebenfalls möglich ist es ausserdem, seine smarten Steckdosen mit smarten Bewegungsmeldern für 39 Franken zu kombinieren.

Kommentare

Samstag, 19. November 2022 Tom
Der Stecker ist der Hammer. Bei mir misst er den Solarertrag meines Balkonkraftwerks. Hatte verschiedene Stecker getestet. Mystrom siegt in allen Bereichen.

Sonntag, 23. Oktober 2022 Gerri Buser
Was die Leute nie kapieren (wollen): Konsum ist schlecht für die Umwelt und schlecht fürs Portemonnaie… Einen Stromsparstecker zu kaufen will mehrfach überlegt sein: Die Gewinnung der Rohstoffe, die Produktion und der Transport hin und her zwischen Fabriken und Lager und letztlich Konsumenten benötigt sehr viel Energie… Um die Kosten die ein Kauf eines solchen Steckers verursachen einzusparen, muss man sehr viel Strom sparen… Ein Stecker der via WLAN gesteuert wird verursacht unnötigen Stromverbrauch… Irgendwie bescheuert wenn man nen Smartplug benötigt um festzustellen, dass Geräte im Standby Strom verbrauchen… Stecker ziehen tut es auch, oder die gute alte schaltbare Stromleiste aus dem Keller oder vom Estrich…

Dienstag, 18. Oktober 2022 martin
Nur schade ist der Support per Email so unterirdisch. Sie konnten mir bis heute nicht weiterhelfen und waren ziemlich unfreundlich.

Dienstag, 4. Oktober 2022 Frank Hauser
Wie viel Energie und Ressourcen wurde benötigt um den Stecker zu produzieren und zu transporieren? Am meisten Ernergie spart man, indem man nicht konsumiert...

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Anti-Spam-Frage Wieviele Zwerge traf Schneewittchen im Wald?
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