Start-up Konova: Mitsprache im Mittelpunkt

Start-up Konova: Mitsprache im Mittelpunkt

Artikel erschienen in IT Magazine 2022/05

Ein Papiertiger

Auf der Admin-Seite soll das Portal die Prozesse ebenfalls beschleunigen, vereinfachen und Mehrwert generieren. Denn gerade im Bereich der politischen Partizipation sind die Prozesse teilweise etwas aus der Zeit gekommen, wie Hegnauer erklärt: «Früher wurden die Dokumente in einer Vernehmlassung in Papierform verschickt, die Antworten kamen ebenfalls als Briefe zurück, oft mehrere Anliegen betreffend. Im Anschluss mussten die Antworten zerteilt, die einzelnen Anliegen in Excel-Sheets abgefüllt und den richtigen Stellen zur Bearbeitung zugewiesen werden.»

Die Zuweisung und Auswertung der Freitext-Ergebnisse, die von der Bevölkerung respektive der Mitarbeiterschaft kommen, können im Admin-Bereich Personen oder Gruppen zugewiesen werden, damit ein Anliegen auf dem richtigen Schreibtisch landet. So werden bessere Einblicke in die Bedürfnisse der Anspruchsgruppen geschaffen und man beugt Fehlentscheidungen aus der Chef­etage vor, wie Miro Hegnauer ausführt: «Mit dem Einholen und Auswerten dieser Rückmeldungen können Chancen und Risiken in der Organisation frühzeitig erkannt werden.» Um mit diesen Prozessen den Anspruchsgruppen gerecht zu werden, kombiniert Konova die SaaS-Plattform auch gerne mit Workshops und Beratungsleistungen. Dazu arbeitet die Firma mit entsprechenden Bera­tungs­unternehmen zusammen, die Teil des Konova-­Ökosystems sind.

Auf dem Markt tummeln sich bereits heute viele Umfrage-Tools mit Single- und Multiple-Choice-Befragungen. Den Ansatz, zu einem Dokument Rückmeldung in Freitextform geben zu können und die Antworten flexibel und mandantenfähig zuordnen und auswerten zu können, gibt es schweizweit aber nur bei Konova, so Hegnauer. «Das unterscheidet uns von den anderen Lösungen», wie er ergänzt. «Für reine Umfragen gibt es günstigere Lösungen. Aber für Unternehmen und Verwaltungen, die bei einem Brainstorming anfangen, mit den Ideen ein Konzept erarbeiten und es im Anschluss validieren wollen, sind wir die einzige Lösung in der Schweiz.» Die Kunden berichten laut Konova von beachtlichen Zeitersparnissen um die 60 Prozent.

Bedürfnisgesteuerte Entwicklung

Das Start-up konnte jüngst einen wichtigen Meilenstein verkünden: Man zählt seit Kurzem mehr als 100 Kunden. Die meisten davon sind Verwaltungen – darunter grosse Kunden wie die Kantone Luzern, Zürich und Bern, aber auch zahlreiche Städte und kleinere Gemeinden. Und auch im Vereins-Umfeld beginnt es zu laufen, so konnte man etwa den FC Basel ebenfalls als Kunden für E-Mitwirkung gewinnen.

Vor allem bei Unternehmen und Organisationen will Konova nun zu mehr Reichweite finden. Es gibt laut Hegnauer zahlreiche Anwendungsgebiete für Unternehmen wie etwa Strategie- und Leitbildentwicklung, Innovationsmanagement oder Produktentwicklung auf Basis von Kunden- und Mitarbeiter-Feedbacks. Für interessierte Pilotkunden verspricht Konova in der aktuellen Phase vorteilhafte preisliche Konditionen. Auch bekommt man als Kunde Mitspracherecht bei der Entwicklung, denn Konova stützt sich bezüglich Feature-Entwicklung stark auf die Feedbacks und Bedürfnisse aus der Kundenbasis.

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