Test Center – Pico G2

VR Headset für Business-Anwendungen

VR Headset für Business-Anwendungen

Artikel erschienen in IT Magazine 2021/06

Komfortabel und hygienisch

Das Headset des Pico G2 4K wiegt nur 470 Gramm und ist damit leicht genug, um es auch während mehreren Stunden tragen zu können, ohne eine Nackenstarre zu erleiden. Das Gehäuse besteht aus hartem Plastik, während die Bänder, die das Headset auf dem Kopf halten, aus elastischen und synthetischen Textilien gefertigt sind. Die beiden seitlichen Bänder lassen sich dabei dank Klettverschlüssen schnell und einfach in der Länge anpassen. Der Akku befindet sich übrigens in einem gekrümmten und mit Schaumstoff überzogenen Gehäuse, das auf dem Hinterkopf aufliegt. Das hat den Vorteil, dass die Display-Einheit dadurch leichter wird und der Akku als Gegengewicht dazu fungiert, was den Tragekomfort erhöht.

Für einen bequemen Halt auf dem Gesicht sorgen Schaumstoffeinlagen, die mit Kunstleder überzogen sind. Diese lassen sich leicht abwischen und sind auch austauschbar, ein grosser Pluspunkt im Hinblick auf die Hygiene des Systems. Dazu ist zu sagen, dass das Headset sich für alle Gesichtsgrössen und -formen eignet, jedoch ist die Aussparung für die Nase relativ gross geraten, wodurch Licht von unten eindringen kann, was die Immersion in das VR-Erlebnis unter Umständen selbst für Menschen mit einer eher breiten Nase schmälert. Zwar kann das Headset auch von Brillenträgern verwendet werden, eine manuelle Einstellung der Pupillendistanz ist jedoch nicht möglich.

Schnellstart

Eingeschaltet wird das Pico G2 4K durch Drücken auf den kleinen Start-Knopf, der sich an der Unterseite des Gehäuses befindet, wie auch ein UBS-C-Anschluss, ein Slot für eine MicroSD-Karte, eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für den Anschluss eines Kopfhörers sowie Knöpfe zur Regelung der Lautstärke. Und à propos Lautstärke: Auch die Lautsprecher sind an der Unterseite des Headsets angebracht, allerdings nach hinten versetzt und damit näher am Gesicht des Nutzers. Aus den kleinen Lautsprechergittern verteilt sich der Sound somit nach unten. Das ist nicht optimal, doch der Klang ist zweckmässig und kann sich in einer ruhigen Umgebung durchaus hören lassen.

Nach dem ersten Einschalten dauert es nur wenige Minuten, bis man sich in der virtuellen Realität wiederfindet. Zunächst zeigt ein kurzes On-Screen-Tutorial, wie man den Controller verbinden und kalibrieren kann, und schon wird man gebeten, das Headset über WiFi mit dem Internet zu verbinden. Ist dies erledigt, sucht das Gerät erst einmal nach Updates und installiert diese, bevor man ins dreidimensionale Hauptmenü gelangt. Es ist dies eine futuristisch anmutende Plattform, die nach vorne und oben hin offen ist. Als Hintergrund stehen verschiedene Bilder zur Auswahl, sodass man beispielsweise eine Aussicht auf ein Bergpanorama oder die Erde simulieren kann. Im Hauptmenü findet man nebst dem Zugang zu den Einstellungen des Headsets unter anderem auch den Pico Store, eine Übersicht der bereits installierten Apps sowie einen File Manager, mit dem sich der Inhalt des Speichers durchstöbern lässt.

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