Swiss Made Software: Das Schweizer Tech-Barometer

Swiss Made Software: Das Schweizer Tech-Barometer

Artikel erschienen in IT Magazine 2021/04
Dass eine vielschichtige Betrachtungsweise lohnt, zeigt sich am Beispiel von alten Hasen wie Microsoft, SAP, Oracle oder IBM. Eine Seite sind Firmen wie SAP, Oracle oder IBM, die auf stark proprietäre Modelle setzen. Sie haben klar zu kämpfen. Lösungen aus diesen Häusern werden in praktisch allen Abschnitten der Umfrage nicht gut bewertet. Das heisst, sie steigen hoch ein beim Ranking für «Nicht-Mögen» und «Ersetzen», finden gleichzeitig aber kaum Fürsprecher in den Kategorien «angestrebte Nutzung», «Mögen», «Einführen im Unternehmen» oder «Behalten». Dass das nicht sein muss, beweist Microsoft: Trotz vieler Skeptiker (z.B. bei «Nicht-Mögen» und «Ersetzen») gibt es praktisch genauso viele Anhänger (sprich «Behalten» oder «Mögen»). Dies wohl auch, weil Microsoft verstanden hat, dass Open Source und Flexibilität absolut zentral sind und das Geschäftsmodell nicht mehr über CD-Verkauf mit strengen Richtlinien, sondern über kontinuierlichen Service läuft. Bei kontinuierlichem Service kann man kommerziell sogar wesentlich erfolgreicher sein, wenn man die technologische Basis dazu öffnet. Dies sind nur einige Auszüge aus den umfangreichen Ergebnissen. Es lohnt sich, in die einzelnen Sektionen einzutauchen und ein bisschen zu schmökern. Am Ende sind die Zusammenhänge komplex ein einfaches Durchschauen von Listicles nur begrenzt aufschlussreich.

Covid-19 Massnahmen in der IT

Die aktuelle Umfrage wurde im Ausnahmejahr der Pandemie durchgeführt, die mittlerweile über zwölf Monate währt und uns wohl auch den Rest des Jahres beschäftigen wird. Dabei hat es die IT-Branche gut, sie ist eine der wenigen, die von der aktuellen Situation auch profitieren kann. Dies zeigt sich allein schon in den Noten, welche die Entwickler ihren Arbeitgebern im Umgang mit der Pandemie ausstellen. Über 95 Prozent bescheinigen ihrem Arbeitgeber eine schnelle und kompetente Reaktion auf die Coronasituation: Arbeit von daheim wurde ganz (93%) oder teilweise (72%) ermöglicht. Darüber hinaus fühlen sich die Entwickler mit über 80 Prozent auch im Home Office wohl und die Teams funktionierten weiter gut (96%). Sorgen um die Zukunft ihres Arbeitsplatzes machen sich die Coder nicht. Jedoch sind mehr als die Hälfte der Meinung, dass sich die Gesellschaft in Folge der Pandemie ändern werde. Auch dazu mehr Detail in der detaillierten Umfrage unter ­www.swissmadesoftware.org/swiss-­developer-survey.html.
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