Test Center – File-Express

Verschlüsselter Datei-Transfer-Service

Verschlüsselter Datei-Transfer-Service

7. November 2020 - Online-Dienste zur Übertragung von Dateien gibt es im Überfluss, doch nur wenige können von sich behaupten, nur Server in der Schweiz zu nutzen und die Dateien verschlüsselt zu übermitteln und zu speichern. Genau dies verspricht File-Express.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/11

Das Interface

Die Oberfläche, die sich dem Benutzer im Browser bietet, ist nach klassischen Kriterien aufgebaut und darum einfach zu navigieren. So erstreckt sich eine simple Menüleiste über den linken Rand der Website. Hier finden sich die Menüpunkte zum Senden von Dateien, eine Liste mit Kontakten, ein Verlauf mit den Angaben zu bereits versendeten Dateien sowie je ein Menüpunkt für die Einstellungen von File-Express und Details zum aktiven Abonnement. Klickt man einen Menüpunkt an, wird im Rest des Fensters dessen Inhalt eingeblendet. Ruft man also das Menü «Dateien senden» auf, erscheint rechter Hand die entsprechende Maske. Mittig lassen sich zuerst die Empfänger einfügen, indem man von Hand eine E-Mail-Adresse eintippt. Ist die Adresse bereits in den Kontakten erfasst, wird sie automatisch eingefügt. Im gegenteiligen Fall wird die E-Mail-Adresse beim Versand der Dateien direkt in der Kontaktliste gespeichert.

Ein Datei-Transfer lässt sich auch aus der Liste der Kontakte heraus initiieren, indem man in der Zeile des jeweiligen Kontaktes unter «Aktionen» auf «Dateien senden» klickt. Will man Dateien an mehrere Kontakte verschicken, kann man diese mit einem Haken versehen, worauf am Kopfende der Liste eine weitere Schaltfläche namens «Dateien senden» erscheint. Was leider nicht geht, ist der Import einer Liste mit Kontakten, beispielsweise aus einer Text- oder Excel-Datei, sprich man muss jeden Kontakt einzeln und von Hand erfassen. Auch kann man nicht alle Kontakte in der Kontaktliste auf einmal für einen Dateiversand auswählen, man muss diese einzeln anklicken. Das Gruppieren der Kontakte, beispielsweise nach Abteilung in einem Unternehmen, ist ebenfalls nicht möglich. Aber vielleicht bessern die Entwickler hier noch nach.

Des Weiteren kann man auch einen Begleittext an die Empfänger verfassen und das Verfallsdatum des Downloads festlegen. Und schliesslich gibt es auch noch erweiterte Einstellungen. Hier lässt sich zum Beispiel ein Passwort festlegen, das den Empfängern via E-Mail oder via SMS zugesandt wird. Auch eine maximale Anzahl der Downloads kann vorgegeben sowie der Standort der Empfänger eingeschränkt werden. So kann man etwa vorgeben, dass nur Empfänger aus bestimmten Ländern oder Kontinenten auf den Download zugreifen können, was die Sicherheit des Transfers erhöht. Die erweiterten Einstellungen lassen sich übrigens auch unter dem Menüpunkt «Einstellungen» als Standard für alle Transfers festlegen, was äusserst praktisch ist. Und das Interface von File-Express ist auch Mobile-tauglich. Auf einem Smartphone sieht dieses allerdings aufgrund des Bildformats der mobilen Geräte anders aus als im Browser am PC oder Laptop.

Der Daten-Transfer

Die gute Nachricht vorweg: File-Express tut, was der Anbieter verspricht, nämlich alle möglichen Dateien verschlüsselt verschicken. Und sie kommen beim Empfänger auch in tadellosem Zustand an. Einen Transfer zu initiieren ist denn auch nicht sonderlich schwer. Sind die Empfänger erst mal erfasst, müssen nur noch die zu verschickenden Dateien ausgewählt werden. Dies geschieht entweder via Drag and Drop oder aber, indem man auf den Button «Dateien hinzufügen» klickt, wodurch sich in Windows ein Explorer-Fenster öffnet. Aus Kapazitätsgründen können derzeit maximal 2500 Files auf einmal verschickt werden und auch bei der Grösse der Dateien ist eine gewisse Grenze gesteckt, aber das System kommt zumindest mit 40 Gigabyte gut zurecht, was mehr sein dürfte, als die meisten Nutzer benötigen werden.

Beim Hochladen der Dateien zeigt die Upload-Box den Dateinamen an sowie deren Grösse. Gleichzeitig informiert eine grafische Anzeige den Nutzer darüber, wie weit der jeweilige Upload fortgeschritten ist und voraussichtlich noch dauern wird. Sollten gewisse Uploads scheitern, lassen sich diese einzeln oder auch gesamthaft erneut anstossen. Während des Uploads sollte jedoch weder in ein anderes Menü gewechselt noch das Browser-Fenster aktualisiert oder geschlossen werden, da sonst der Prozess abgebrochen wird und neu gestartet werden muss. Dies gilt es besonders beim Versenden von grossen oder vielen Dateien zu beachten, da sonst viel Zeit verloren gehen kann. Nach dem Versand werden schliesslich sowohl Versender als auch Empfänger via E-Mail benachrichtigt.

Alle getätigten Transfers werden im Verlauf gespeichert. Dieser ist insofern nützlich, als dass man hier beispielsweise sieht, ob ein Transfer noch aktiv oder bereits abgelaufen ist und ob die Dateien heruntergeladen wurden. Man kann auch noch aktive Transfers frühzeitig löschen und über die Transfer-Details einen Link zum Download aufrufen, um ihn beispielsweise separat per E-Mail zu verschicken.

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