Start-up Timly.com: Ressourcenverwaltung, aber richtig

Start-up Timly.com: Ressourcenverwaltung, aber richtig

4. Juli 2020 - Das Zürcher Start-up Timly.com ermöglicht Firmenkunden mit einer Cloud-basierten SaaS-Plattform die Verwaltung der wichtigsten Firmen-Ressourcen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/07

Auf Schienen ans Ziel

Heute ist Fitim Mehmeti als CMO für den Bereich Marketing & Sales verantwortlich, während Philipp Baumann die Produktentwicklung sowie geschäftliche Weiterentwicklung der Firma in der Rolle des CEO vorantreibt. Ausserdem hat das Start-up einen Entwickler und zwei Sales-­Mitarbeiter eingestellt.

Der Name Timly wurde von zwei Faktoren geprägt, erklärt Baumann: «Einerseits hat die Produktentwicklung einen Einfluss auf die Namensgebung gehabt, da wir ganz zu Beginn auf das Thema ‹Fristen/Termine› im Geschäftsalltag gesetzt haben. Daher war der Name abgeleitet von ‹Time/on time/timely›.» Andererseits sollte der Name im täglichen Gebrauch verwendet werden können.

In Sachen Technologie setzte Timly auf Ruby on Rails (RoR). «Mit RoR lassen sich sehr schnell viele Funktionalitäten entwickeln, ohne sich dabei zu viel Komplexität an Bord zu holen», bemerkt Baumann. Ruby sei nach wie vor dafür bekannt, dass neue Funktionalitäten rasch entwickelt werden können, so dass mit einem kleinen Team (und entsprechend geringerer Komplexität) etwas Grosses geschaffen werden könne.
Für den Betrieb der Applikation wählten Baumann und Mehmeti einen ­grossen Hyperscaler und nutzen dessen Plattform-as-a-Service (PaaS)-Angebot. Somit sind viele Aufgaben rund um den Betrieb der Plattform (Backups, Monitoring, Redundanz, etc.) an den Hyperscaler delegiert. Zudem ist damit auch technische Skalierung gewährleistet. «Server-­Standort ist in Deutschland, das war uns wichtig, denn so gelten die sehr strengen Datenschutzgesetze von Deutschland und der EU. Für viele Kunden ist das essen­ziell», so Baumann.

Cloud-Lösung mit zwei Standbeinen

Das Start-up bietet zurzeit zwei Module an: Inventar & Services und Personal & Talent. Neben der Fristenüberwachung im Personal- und Qualifikationsbereich müssen Bauunternehmungen ebenfalls Fristen im Bereich technischer Ausstattung überwachen. Daraus etablierte sich ein zweites Standbein im Bereich Inventar & Services. «Der Bereich Inventar & Services stösst derzeit auf grosses Interesse», so Mehmeti. «Wenn man schon sein Inventar in einer Software abbildet, so machen zusätzliche Softwarefunktionalitäten rund um das Thema Inventar Sinn: Inventardokumentation, Defekt- und Wartungsmanagement, GPS-Ortung, Erfassen und Abbilden von Betriebsstunden und Betriebskilometer. In diesem Anwendungsbereich bietet Cloud-Technologie grosse Vorteile, denn Informationen können überall dort abgerufen werden, wo die Geräte und Fahrzeuge stehen, und zwar auf dem Bauhof oder auf der Baustelle.» Jedes Objekt wird mit einem individualisierten QR-Code versehen. Nutzer müssen diesen lediglich mit ihrem Smartphone scannen und erhalten vor Ort sogleich alle Informationen.

Zudem speichert Timly die GPS-Positionen, sodass der Standort schnell ermittelt und zurückverfolgt werden kann. «Dadurch hat man stets alle Informationen zur Hand und kann den letzten Standort einsehen», erläutert Mehmeti. «Die Geräte sind einfach auffindbar, was Suchkosten und Materialverlust, die bei Baufirmen auf die Profitabilität schlagen, reduziert.» Dieses Modul wurde im April 2020 veröffentlicht, im selben Monat, in dem auch – mitten während der Coronapandemie – die Timly Software AG gegründet wurde.
Philipp Baumann & Fitim Mehmeti (Quelle: Timly.com)
(Quelle: Timly.com)
(Quelle: Timly.com)


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