Getestet: Ikea Symfonisk

Getestet: Ikea Symfonisk

2. August 2019 - Ikea und Sonos: eine Partnerschaft, die wortwörtlich aufhorchen lässt. Durch ein gemeinsames Projekt sind zwei Streaming-Lautsprecher entstanden. "Swiss IT Magazine" hat sich zum Verkaufsstart in der Schweiz vom 2. August das etwas innovativere Gerät, nämlich eine Tischleuchte mit eingebautem Lautsprecher, näher angeschaut und angehört.
Abgesehen davon handelt es sich aber im Grunde genommen um einen normalen Sonos-Lautsprecher. Inklusive Integration von Spotify, Apple Music und rund 80 weiteren Streaming-Diensten sowie Airplay-2-Unterstützung für die direkte Wiedergabe von einem iOS-Gerät.

Wäre da nicht der obere Teil. Denn hier lässt sich nach dem Auspacken eine (im Lieferumfang enthaltene) E-14-Glühbirne anbringen, darüber kommt die Abdeckung und fertig ist der Tisch-Lampen-Lautsprecher. Etwas schade: Obwohl es wie ein Dimmer aussieht, schaltet der Lichtschalter an der Seite die Lampe nur ein und aus. Und leider gibt es auch keine intelligente Konnektivität: Wer sowohl die Beleuchtung als auch die Musik fernbedienen möchten, benötigt entweder eine intelligente Glühbirne eines Drittanbieters oder verwendet Ikeas eigene Tradfri-LED-Lampen respektive System.

Mit dem Ikea Tradfri System können dafür auch Szenen erstellt werden. Das Sonos-Element der Szenenerstellung ist derweil aber noch nicht verfügbar, soll aber in Kürze ebenfalls bereitstehen. Mit dieser Szenenfunktion können Nutzer, die mit Tradfri Smart Lights und oder den smarten Rollos (die in der Schweiz aber leider ebenfalls noch nicht zu haben sind) ausgestattet sind, beispielsweise eine Morgenszene planen, die automatisch mit der Aufhellung der Tradfri Smart Lights beginnt oder Tradfri Rollstoren anhebt und die Musik einschaltet.


Sonos Sound

Die Symfonisk-Tischleuchte verfügt grundsätzlich über die gleiche Soundarchitektur wie die Lautsprecher Play:1 und Sonos One. Diese wurde aber für die Lampe überarbeitet und angepasst. Das zeigt sich denn auch am Klang, der bei passender Musik sofort die Nackenhaare aufrichten lässt.

Das ist sicher insbesondere dem tollen Tonumfang, der sehr dynamischen Lautstärkeregulierung und dem druckvollen Bass zu verdanken. Doch auch die Höhen sind nicht zu verachten. Wie bei den meisten Sonos-Lautsprechern liegt der Schwerpunkt standardmässig aber zumindest für meinen subjektiven Geschmack eher etwas zu sehr auf dem Bass. Das lässt sich über die Sonos App allerdings je nach Vorliebe bis ins Detail anpassen.

Zudem besteht auch die Möglichkeit, den Sound der Umgebung, also dem Raum, anzupassen, wobei die Umgebung mit Hilfe der Sonos-App gescannt wird. Die Funktion nennt sich Trueplay und ist bereits von anderen Sonos-Speakern bekannt. Leider ist das aber nur mit iPhones möglich, bei Android-Geräten sucht man vergeblich nach dem Feature. Was das genau bringt, ist allerdings schwierig zu sagen und braucht gut geschulte Ohren, um einen Unterschied beim Klang auszumachen. Was sich aber eindeutig damit verhindern lässt, sind ungewollte Verzerrungen des Klangs.

Insgesamt ist der Sound der Symfonisk-Lampe durchaus zufriedenstellend. HiFi-affine Konsumenten werden aber trotzdem nicht darum herumkommen, mindestens einen zweiten Sonos-Lautsprecher zum System hinzuzufügen, um so zumindest Stereo-Klang zu erhalten. Verglichen mit den anderen Einsteiger-Lautsprechern von Sonos, dem Sonos One und dem Sonos Play:1, unterscheidet sich der Symfonisk-Speaker im Sound aber nicht wesentlich. Zieht man in Betracht, dass die Ikea-Lautsprecherlampe nur rund 10 Franken mehr als ein Sonos Play:1 kostet und dabei noch als Lampe fungiert, ergibt sich ein ziemlich gutes Kaufargument.

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Anti-Spam-Frage Wieviele Fliegen erledigte das tapfere Schneiderlein auf einen Streich?
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