Test Center – Pockethernet

Netzwerk-Analyse für die Hosentasche

Netzwerk-Analyse für die Hosentasche

Artikel erschienen in IT Magazine 2018/07

Lieferumfang & Design

Das Pockethernet-Gehäuse ist etwa 9 Zentimeter lang, 6,5 Zentimeter breit und 2,5 Zentimeter hoch und damit extrem handlich. So passt das Gerät locker in die Hosentasche. Die mitgelieferte Tasche eignet sich allerdings bestens für den Transport, finden darin doch auch Kabel und Adapter Platz. Im Lieferumfang sind zudem ein Remote-Terminator für Wiremap- und BER-Tests (Bit Error Rate), ein 50 Zentimeter langes Ethernet-Jumper-Kabel, ein USB-Ladekabel sowie ein kurzer User Guide enthalten.

Das blaue Metallgehäuse mit durchsichtigen Kunststoffpaneelen auf der Vorder- und Rückseite ermöglich die Sicht auf alle internen Komponenten, ein nettes und willkommenes Detail. Die Vorderseite des Gerätes verfügt über einen RJ45-Ethernet-Anschluss und mehrere LEDs, während sich auf der Rückseite des Gerätes ein Ein-/Ausschalter und ein Micro-USB-Ladeanschluss für die Stromzufuhr befinden. Die erste LED auf der linken Seite der Front zeigt den Strom- und Ladezustand an, während die anderen vier LEDs für eine schnelle Messung jedes der vier Kabel-Paare eines Ethernet-Kabels ohne Verwendung der App genutzt werden können.

Benutzung & Testfunktionen

Einer der wohl üblichsten Test, bei dem Pockethernet zum Zug kommt, ist die Überprüfung, ob ein Port aktiv ist oder nicht, sprich ein Ethernet Signal vorhanden ist. Zusätzlich kann auch gemessen werden, ob beim entsprechenden Port Energie via Power over Ethernet (PoE) übertragen wird, ob Management-Fragen vom Switch beantwortet werden (CDP, LLDP), ein DHCP-Server Adressen verteilt, interne Hosts erreichbar sind oder ein Router eine Internetverbindung bereitstellt. Hier ist allerdings zu berücksichtigen, dass das Gerät derzeit kein IPv6 versteht, was in der heutigen Zeit doch ein wichtiges Feature wäre, welches einige Nutzer vermissen werden.

Zusätzlich zu den App-gesteuerten Tests bietet Pockethernet, wie bereits erwähnt, auch einen schnellen Standalone-­Modus, in dem es etwa möglich ist, ein Kabel mittels Wiremap rasch zu testen, ohne das Telefon verwenden zu müssen. Die Ergebnisse werden mit den vier LEDs an der Front angezeigt, die Farbe zeigt dabei das Ergebnis an.

Leider ist es nicht immer ganz einfach zu erkennen, welche Farbe denn angezeigt wird. Die LEDs sind ziemlich hell und die Unterschiede zwischen Rot, Grün, Gelb, Magenta, Blau und Weiss können gerne mal verschwimmen. Die Farbcodierung funktioniert aber insgesamt recht gut und zeigt die Ergebnisse sequentiell an. Rot bedeutet etwa, dass eine Spannung von mehr als 10 Volt am Paar vorhanden ist, Grün, dass ein Paarabschluss innerhalb der Toleranz liegt oder mit einem anderen Ethernet-Port verbunden ist, Gelb ob ein Paar offen oder unverbunden ist. Das Gerät kann zudem auch als Taschenlampe verwendet werden. Zweimaliges Tippen auf den Netzschalter lässt die LEDs alle gleichzeitig aufleuchten.

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