Versichert gegen die Unsicherheit

Versichert gegen die Unsicherheit

1. April 2017 - Schweizer Unternehmen schätzen aktuell einen ­Betriebsunterbruch als grösstes Risiko für ihr Unternehmen ein. Aber auch die Sorge um Cyber-Vorfälle – sprich den Ausfall der IT, ein ­Datenleck oder ein Hacker­angriff – ­beschäftigt die ­hiesigen Firmen. Die Einschätzung der Risiken variiert nach Unternehmensgrösse sowie Branche, in der ein Unternehmen unterwegs ist.
Artikel erschienen in IT Magazine 2017/04

ICT-Unternehmen fürchten Cyber-Vorfälle

Die Allianz hat aber nicht nur untersucht, in welchen Ländern welche Risiken als wie schwerwiegend eingestuft werden. Es wurde auch differenziert, in welchem Zusammenhang die Angst vor Risiken mit der Grösse eines Unternehmens steht und welche Branchen sich vor welchen Risiken besonders fürchten.

Bezüglich Unternehmensgrösse kann zum Beispiel festgehalten werden, dass die Angst vor Betriebsunterbrüchen in Grossunternehmen am stärksten herumgeistert, während sich mittelgrosse und kleine Firmen derweil stärker um die Entwicklungen im Markt und die Wettbewerbssituation sorgen. Vor Cyber-Vorfällen wiederum fürchten sich Grossunternehmen deutlich stärker als mittelgrosse und vor allem kleinere Firmen, während die Angst vor Naturkatastrophen und Änderungen in der Legislation und Regulatorien in kleinen Unternehmen am grössten ist. Dasselbe gilt übrigens auch für die Angst vor menschlichem Versagen und für den Mangel an Fachkräften, beides Faktoren, die vor allem kleinen Firmen Sorge bereiten.
Heruntergebrochen auf die einzelnen Industriezweige zeigt sich, dass vor allem die beiden Branchen Retailing/Wholesale sowie Telekommunikation/Technologie/IT das Risiko eines Cyber-Vorfalls fürchten. Im IT/Telekom-Bereich haben 60 Prozent der befragten Unternehmen ihre Sorge hierzu geäussert, weitere 30 Prozent der ICT-Firmen haben zudem angegeben, neue Technologien als Risikofaktor zu sehen. Unternehmen aus dem Finanzbereich sehen derweil Markt-Entwicklungen und die Wettbewerbssituation als grösstes Risiko (41%), gefolgt von Cyber-Vorfällen (40%) und Änderungen in Legislation/Regulatorien (36%). Die Bau- und Immobilienbranche fürchtet sich ihrerseits vor Naturkatastrophen (40%), Betriebsunterbrüchen (37%) und unerwarteten Marktentwicklungen (30%), während die Fertigungsindustrie vor allem Betriebsunterbrüche (59%) und in weniger starkem Ausmass Cyber-Vorfälle (32%) und Naturkatastrophen (29%) als Risiken erachtet.
Dass man als Unternehmen letztlich immer einem gewissen Risiko ausgesetzt ist, steht ausser Frage. Ebenso klar ist, dass man sich gegen gewisse Risiken versichern lassen kann, je nach Branche und Tätigkeitsgebiet auch versichern lassen sollte – die Liste an Versicherungsangeboten ist lang, die Möglichkeiten sind vielseitig. Relativ neu auf dieser Liste finden sich nun auch Cyber-Versicherungen, mit denen man sich als Unternehmen gegen IT-Risiken unterschiedlicher Art absichern kann. Welche Versicherungen welche Angebote im Portfolio haben und für wen sich diese eignet, zeigt diese Ausgabe auf den folgenden Seiten. Dabei muss aber angefügt werden, dass das aktuell schmale Angebot in den kommenden Monaten noch anwachsen wird, hat doch mehr als eine Versicherung gegenüber "Swiss IT Magazine" erklärt, dass man aktuell gerade noch mit der Ausarbeitung eines Cyber-Versicherungsangebots für Unternehmen beschäftigt ist. (mw)
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