Bergrettung via Handy

Bergrettung via Handy

Artikel erschienen in IT Magazine 2014/05
Entweder direkt über andere Nutzer hinweg oder spätestens dann, wenn einer in der Kette wieder im Netz auftaucht. Dann synchronisiert sich dessen Handy mit der Uepaa-Rettungszentrale. Dadurch lässt sich die Route einer vermissten Person im Nachhinein rekonstruieren, auch wenn diese Person selbst seit Stunden nicht mehr im Funknetz war. Man folgt einfach den «Brotkrumen» ihrer Wanderbegegnungen. Dabei kann die Alarmierung sogar automatisch erfolgen. Die App erkennt über die im Handy eingebauten Bewegungssensoren, wenn jemand stürzt oder aufhört, sich zu bewegen. In diesem Falle alarmiert die App automatisch andere Uepaa-Nutzer, die sich zufällig bereits in der Nähe befinden oder in den Empfangsbereich kommen und führt diese zum Verletzten. Eine Funktion, die unabhängig vom Netzempfang von grossem Nutzen ist.

Professionelle Rettung


Für den Ernstfall arbeitet Uepaa mit professionellen Rettungsdiensten zusammen, die dank der Daten viel präziser nach Vermissten suchen können. Eine andere und speziell für die Retter entwickelte App erlaubt ausserdem die Suche und Ortung nach Unfallopfern aus der Luft. Das ist besonders wichtig, wenn Verunfallte nicht mehr in der Lage sind, selbst auf sich aufmerksam zu machen.
Die Idee kam Mitgründer und CEO Mathias Haussmann vor drei Jahren beim Skifahren. «Was, wenn ich einen Unfall habe und mich keiner findet?», fragte sich der neue Familienvater. Beim Skilift schloss er sich deshalb mit anderen Skifahrern zusammen und tauschte Kontaktinformationen aus. Dieses Ereignis liess ihn nicht mehr los. Nach einer Marktsondierung fand er die passende Technik an der ETH Zürich. Der dortige Projektleiter Franck Legendre begleitet die Zusammenarbeit, und beide gründeten zusammen 2012 die Firma Uepaa.

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