Sicherheit aus der Wolke

Sicherheit aus der Wolke

6. April 2014 - Die Verbreitung von Security-Lösungen aus der Cloud wächst. Insbesondere im Bereich Web- und E-Mail-Security ist das Angebot in der Schweiz bereits beachtlich.
Artikel erschienen in IT Magazine 2014/04

Web- und E-Mail-Security aus der Cloud


Die Angebote der verschiedenen Anbieter unterscheiden sich stark. Während die IT-Riesen HP und IBM sowie die grossen Service Provider Orange Business Services, Swisscom und T-Systems ihren Kunden das ganze SecaaS-Spektrum gemäss Definition der Cloud Security Alliance anbieten – also sowohl Identity and Access Management (IAM), Data Loss Prevention (DLP), Web-Security, E-Mail-Security, Security Assessments, Intrusion Management, Security Information and Event Management (SIEM), Encryption, Business Continuity and Disaster Recovery sowie Network Security aus der Cloud –, beschränken sich kleinere IT-Dienstleister wie First Frame Networkers oder I-Community nur auf drei der insgesamt zehn Kategorien. Die Angebote der anderen SecaaS-Anbieter, zu denen auch bekannte Security-Softwarehersteller wie Norman und Panda Security sowie lokale Security-Spezialisten wie Avantec, United Security Providers oder Terreactive gehören, liegen irgendwo dazwischen.
Am weitesten verbreitet ist, passend zum aktuellen Schwerpunktthema von «Swiss IT Magazine», Web- und E-Mail-Security aus der Wolke. Bis auf Terreactive und First Frame Networkers (nur E-Mail-Security) bieten alle Unternehmen in der Marktübersicht Services in diesen beiden Kategorien an. «Die Verwaltung ist einfacher, zeit- und kostensparender», fasst Panda Security die Vorteile der Cloud-Variante zusammen. Jörg Korch von First Frame Networkers ergänzt, dass keine Investitionskosten nötig sind und es kalkulierbare Betriebskosten gibt. Der Kunde zahle nur, was er wirklich benötige und erhalte gleichzeitig immer aktuelle Lösungen.
Swisscom preist weiter die Standortunabhängigkeit an und verspricht, dass dank Web- und E-Mail-Security aus der Cloud ein gleicher Schutz für alle Firmenstandorte im In- und Ausland applizierbar ist. Zudem gibt es angeblich eine Zero-Day-Protection oder anders ausgedrückt eine dynamische Gefahrenerkennung in Echtzeit. «Die Cloud ist immer up-to-date und muss nicht auf den Download, zum Beispiel der neuesten Virensignaturen, warten», erklärt der Telekomkonzern.
Mark Stäheli von Avantec, das seit 2008 im Bereich SecaaS zu Hause ist, sieht die Sache etwas differenzierter: «Bei E-Mail Security liegt der Vorteil darin, einen Service mit SLA einzukaufen anstelle dem Betreiben einer eigenen Lösung. Dies kann Kosten sparen, aber schont auf jeden Fall die internen Ressourcen. Dank der Kombination verschiedener Technologien in der Cloud werden ausserdem maximale Erkennungsraten für Spam und Viren erzielt – garantiert durch die SLA. Bei Web Security steht ein Vorteil im Vordergrund: Der Service schützt alle Firmenniederlassungen und mobilen Mitarbeiter weltweit beim Zugriff auf das Internet – und zwar unabhängig von Standort und Endgerät. Aussenstellen können somit direkt und lokal ins Internet. Dies gewährleistet ein besseres Interneterlebnis bezüglich Performanz und lokalen Inhalten und bietet ein massives Einsparungspotential bei den Bandbreitenkosten (MPLS, VPN).»

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