CIO-Interview: «Ich muss nicht die ganze Expertise bei mir zentralisieren»

CIO-Interview: «Ich muss nicht die ganze Expertise bei mir zentralisieren»

Artikel erschienen in IT Magazine 2014/03
Was wird sich für Sie und Ihre Arbeit durch diese Zusammenführung ändern?
Die Zusammenführung hat grossen Einfluss auf die interne IT: Bis zu den Backend-Systemen soll alles aus einer Hand kommen. Dazu braucht es eine grosse IT-Transformation. Das Ziel der Fusion ist die Optimierung unserer Interaktion mit dem Kunden sowie noch mehr Effizienz intern.

Der Geschäftsbereich IT, Network & Innovation ist dabei neu für den Betrieb aller IT-Systeme zuständig und übernimmt den Betrieb der zuvor von Swisscom IT Services betreuten Plattformen. Welche Auswirkungen hat dies auf Ihre Arbeit? Wieso macht man diesen Schritt?
Grundsätzlich ist auch dies wieder eine Optimierung. Vorher wurde ein Teil der Plattformen bei Swisscom Grosskunden und ein Teil bei Swisscom IT Services betrieben. Nun wollen wir die Synergien aus den zwei zusammengeführten Bereichen nutzen. Für mich als IT-Verantwortliche macht es allerdings keinen Unterschied, denn bis anhin hatte ich auch bei Swisscom IT Services interne «Leistungsvereinbarungen»: Die internen Abteilungen sind IT-Dienstleister, die gemäss vordefinierter Service- und Performance-Parameter ihre Leistungen erbringen. Ich sage immer: Ich bin eine IT-Verantwortliche, die wie unsere Kunden ihre IT outgesourct hat. Wie nun die Abteilung heisst, die für mich Services erbringt, spielt für mich keine Rolle, so lange die Qualität stimmt.
Sie entwickeln mit Ihrer Abteilung also nichts selbst?
Genau. Ich bringe die Experten zusammen, um Lösungsvarianten zu erarbeiten. Dann wird mit den Business-Verantwortlichen entschieden, welche implementiert wird. Und schliesslich bin ich als Auftraggeberin tätig und beauftrage und steuere die Projektumsetzung. Dabei kann das Projekt an eine interne Abteilung vergeben werden oder – wenn die Kompetenzen intern nicht vorhanden sind – an einen externen Lieferanten. Nach der Implementierung schaue ich, dass es eine Vereinbarung für den Betrieb der Lösung gibt.

In welchen Bereichen greifen Sie auf externe Firmen zurück?
Dabei geht es oftmals um Software-Lösungen, die wir nicht intern entwickeln. Wenn wir eine Kompetenz in einem Projekt nicht haben, dann arbeiten wir oft mit dem Provider der Lösung oder einem Systemintegrator zusammen.

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