Das Beste aus zwei Welten

Das Beste aus zwei Welten

Artikel erschienen in IT Magazine 2011/01

Automatisches Cloud-Backup

as neue Produkt von Lacie und Wuala wird auf den ersten Blick wie ein herkömmliches NAS aussehen und ist es eigentlich auch. Mit einem kleinen Unterschied: Die Daten, die darauf gespeichert werden, werden direkt und automatisch in die Cloud gesichert. 100 GB Online-Speicherplatz werden dort zu Beginn standardmässig zur Verfügung stehen.
Mit einer derartigen hybriden Festplatte müssen sich Unternehmen laut Grolimund keine Sorgen mehr um ihre Daten machen. Alle Dateien und Ordner, die sie auf dem NAS speichern, sollen sowohl verschlüsselt und automatisch gesichert, also auch an einem sicheren Standort abgelegt werden, nämlich redundant in externen Rechenzentren.
Eine kleine Einschränkung könnte sein, dass ausnahmslos alles, was auf das NAS gespeichert wird, in die Cloud gesichert wird. Unternehmen, die besonders sensitive Daten haben und diese nicht in der Cloud ablegen wollen, müssten sich also nach einer zusätzlichen Backup-Lösung umsehen. Nicht unbedingt, meint Grolimund: «Dass ausnahmslos alles in die Cloud geht, ist bewusst so gewählt und kein Nachteil. Unserer Meinung nach können nämlich alle, auch sensitive Daten, problemlos so gesichert werden. Denn die Daten werden bereits Client-seitig verschlüsselt.» Trotzdem denke man darüber nach, dereinst die Möglichkeit zu bieten, explizit auch einzelne Partitionen oder Ordner auswählen zu können, die nicht in die Cloud gesichert werden.
Erfolgsgeschichte Wuala
ominik Grolimund und Luzius Meisser haben das geschafft, wovon viele andere Studenten träumen: Sie haben ihr eigenes Unternehmen gegründet. Und das mit Erfolg: Bereits kurz nach dem Start des Online-Speicherdienstes Wuala haben verschiedene Firmen angeklopft und ihr Interesse am Unternehmen bekundet.
Im März 2009 wurde Wuala schliesslich vom französischen Speicherspezialisten Lacie gekauft. Der Mehrwert lag für den vormals reinen Hardware-Hersteller auf der Hand: Um für die zukünftige Marktentwicklung hin zur Cloud technologisch gerüstet zu sein, holte Lacie sich mit Wuala Software-Know-how an Bord – mit dem Ziel, nicht weniger als der führende Hersteller in Sachen Cloud- und hybrider Speicherlösungen zu werden.
Heute arbeiten bei Wuala, das jetzt eine Lacie-Tochter ist, doch laut Firmengründer Grolimund weiterhin sehr autonom arbeitet, 18 Personen. Man will weiter wachsen und ist aktuell auf der Suche nach neuen Fachkräften.

Zugriff und Sicherheit

Das neuartige, hybride NAS-System wird von Grund auf als Backup-Lösung entwickelt. Deshalb stehen Features wie Universal Access und Sharing, die man von Cloud-Lösungen ansonsten gewohnt ist, nicht im Fokus. Man wird die Box laut Grolimund allerdings in Wuala einbinden können und die Dateien so trotzdem mit anderen teilen oder von überall darauf zugreifen können.
Bedenken, dass die Upload-Bandbreite für ein automatisches und vollständiges Cloud-Backup nicht reichen könnte, hat Grolimund derweil nicht. «Natürlich wird das Initial-Backup, also das erste Backup meiner wichtigen Daten, bei bis zu 100 GB einige Tage bis Wochen - abhängig von der Bandbreite - dauern», meint er. Das sei aber auch schon alles, denn von da an würden nur noch neue oder veränderte Daten gesichert. Ausserdem werde sich das Gerät bei viel Traffic automatisch in den Hintergrund schalten.
Laut Grolimund legt man sehr grossen Wert auf einen sicheren Service. Die Daten werden Wuala-üblich nicht nur für die Übertragung, sondern wie erwähnt bereits beim Speichern verschlüsselt und bleiben es fortan. Ausserdem legt man Kunden offen, wo sich die Rechenzentren und damit ihre Daten befinden. Die Rechenzentren stehen ausnahmslos in der Schweiz und in den Nachbarländern Deutschland und Frankreich.

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