Vom System- zum Businessintegrator

Vom System- zum Businessintegrator

Artikel erschienen in IT Magazine 2010/05

Kenntnis über Struktur und Kultur als Erfolgsrezept

Als Ausgangslage für jedes Projekt steht das Verständnis für die innerbetrieblichen Prozesse, die Geschäftsaktivität und das Umfeld des Kunden. Oft sind die vom Kunden genannten Komplikationen nicht die Verursacher der tatsächlich vorliegenden Problemstellung.


Basierend auf den Führungsinstrumenten der Firmenleitung wird ein Vorprojekt initiiert. Für den Erfolg als Businessintegrator ist dabei nicht nur die Kenntnis der detaillierten Ziele, sondern auch das Gespür für Strukturen sowie die kulturellen Belange wichtig.

Der Einstieg mit einer Prozessanalyse hat sich als zweckmässig erwiesen. Wobei wichtig ist, dass eine Prozessanalyse sich nicht lediglich auf den IT-Prozess beschränkt. Viel zu oft werden Problemstellungen mit IT-Belangen begründet. Die IT muss als Service für die Kernprozesse betrachtet werden. Leider wurde diese Sichtweise in der Vergangenheit zunehmend vernachlässigt und ist auch heute für viele IT-Dienstleister nur schwer einzusehen. Gefordert ist eine voll umfängliche Unternehmensperspektive.


Die analysierten Prozesse werden optimiert und resultieren in einer Prozesslandkarte mit Soll-Prozessen. Abgeleitete Problemstellungen sind zu beschreiben, zu quantifizieren und qualifizieren. Nur so kann im Falle der Projekt-umsetzung eine Lösung messbar gemacht und gegenüber dem Kunden als Nutzen ausgewiesen werden. Des weiteren muss beurteilt werden, ob die Lösung systembedingter oder organisatorischer Natur ist, worin sich die -Dualperspektive von Ökonomie und Technik widerspiegelt.


Die Problemstellungen werden zu Projekten zusammengefasst und in einer Projektportfolio-matrix bewertet. Der Businessintegrator muss den Kunden bei der Verwaltung seiner Projekte unterstützen. Insbesondere im Falle der sanften Integration ist die Projektbewertung wie auch das einwandfreie Projektcontrolling von fundamentaler Bedeutung.


Motivierende Quick Wins

Bei der Projektumsetzung ist das zeitgerechte Aufzeigen von Projektresultaten wichtig. Gerade in Krisensituationen können solche Quick-Wins existenzsichernd sein. Sie sind zudem motivierend für die ganze Belegschaft und insbesondere für das Projektteam. Die richtigen Methodiken und Tools spielen dabei eine wesentliche Rolle. Sie sind einerseits Grundlage, um die Problemstellungen sowie die Lösungen zu quantifizieren und qualifizieren, gleichzeitig garantieren sie bei richtiger Anwendung Struktur und Transparenz im Projekt auf allen Stufen.

Die Vielfalt an Projektmethodikansätzen ist gross und die Evaluierung schwierig. An dieser Stelle ist Pragmatismus ein guter Ratschlag. Einfache, für den Kunden schnell nachvollziehbare Mittel und Methoden sind besser als das Vertreten bestimmter Philosophien oder wissenschaftlicher Ansätze.


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