Produktiver entwickeln mit Visual Studio 2010

Produktiver entwickeln mit Visual Studio 2010

Artikel erschienen in IT Magazine 2010/04

Effizienter Testen

VS 2010 bietet jetzt Unterstützung für Test Driven Development (TDD), einem iterativen Vorgehensmodell, bei dem Testklassen vor dem eigentlichen Code implementiert werden. Sowohl die Projektverwaltung als auch der Editor wurden mit entsprechenden Hilfen ausgestattet, um einerseits Testklassen zu erstellen und andererseits daraus das jeweilige Gegenstück, die eigentliche Code-Implementation, generieren zu können. Wird im Code zum Beispiel eine Klasse, ein Attribut oder eine Methode verwendet, bietet der Code-Editor per Smart-Tag an, dessen Rumpf (Stub) an gewünschter Stelle zu erzeugen. Neu hinzugekommen ist auch eine sogenannte Test-Impact-Analyse, mit der man sich anzeigen lassen kann, welche Tests bei einer Codeänderung erneut durchgeführt werden müssen. Das reduziert den Zeitbedarf erheblich.


Automatische Tests für Benutzer-oberflächen gab es bislang nur für Web-Anwendungen. Neu können UI-Tests auch an Windows- und WPF-Programmen durchgeführt werden. Praktisch: Die Test-reihen mit den entsprechenden Maus- und Tastaturaktionen können mit einem Rekorder aufgezeichnet werden. Der notwendige Testcode wird anschliessend automatisch generiert.

Mit dem Test Manager 2010 bietet Microsoft zusätzlich eine eigenständige Anwendung für die Durchführung von verschiedenen Test-Cases. Das Werkzeug führt Softwaretester anhand einer Taskliste durch eine vorgegebene Serie von Tests und lässt sogenannte Work Items erstellen, die auf dem zentralen Team Foundation Server mit allen aufgezeichneten Daten gespeichert werden.


Code analysieren

Immer häufiger werden Entwickler mit bereits bestehendem Code konfrontiert, der erweitert, gewartet oder in andere Programme integriert werden muss. Der Architect Explorer hilft neu dabei, die Architektur und Funktionsweise von vorhandenen Programmen zu verstehen. Das Werkzeug kann aus bestehendem Code Dependency-Graphs erzeugen (Baum- und Netzdiagramme, Abhängigkeitsmatrix), die die Abhängigkeiten von verschiedenen .Net-Komponenten (Assemblies), Namespaces oder Klassen aufzeigen. Mit Hilfe von «Zoomfunktio-nen» kann man in der generierten Grafik oder via eine Exploreransicht zu weiteren Details navigieren, um einzelne Klassen und ihre Funktionsweise auszuspähen.


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Anti-Spam-Frage Wieviele Fliegen erledigte das tapfere Schneiderlein auf einen Streich?
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