Der Brand Phishing Report von
Check Point Research für das dritte Quartal 2026 zeigt die für Phishing-Kampagnen am häufigsten imitierten Marken auf. An der Spitze liegt wie gehabt Microsoft – für jeden dritten Markenphishing-Versuch musste der Windows-Hersteller hinhalten, rund viermal so oft wie die anderen aufgeführten Marken. Gegenüber dem zweiten Quartal bedeutet dies einen Anstieg von zehn Prozentpunkten. An zweiter Stelle liegt Apple mit 8 Prozent (+2 Prozentpunkte), ex aqeuo folgt Google mit ebenfalls 8 Prozent (gleich wie im Q2). Die weiteren Plätze der Top Ten nehmen Linkedin, Amazon, Youtube, Facebook, Dropbox, Whatsapp und Adobe ein.
Neben einer Rangliste zeigt sich laut Check Point Research im dritten Quartal auch eine Veränderung der Taktiken: Manche Angreifer gaben sich als KI- oder Entwicklerplattformen aus, Beispiele sind etwa Claude oder Google Antigravity, und verschickten gefälschte Rechnungsbenachrichtigungen oder vermeintliche Aufforderungen zur Installation von Updates, um etwa Zugangsdaten zu erlangen oder sogar die Opfer zu überreden, Befehle ins Terminal einzugeben oder eine Remote-Access-Software zu installieren.
Bei einer der untersuchten Kampagnen versandte der Angreifer ein gefälschtes E-Mail und behauptete, eine Belastung einer Kreditkarte in Höhe von 500 Euro für die Nutzung von Claude sei abgelehnt worden und der Empfänger müsse mit der Sperrung der Dienste rechnen, wenn er nicht umgehend über den in der Nachricht angegebenen Link seine Zahlungsmethode aktualisiere – das Ziel war natürlich, die Kontozugangsdaten zu stehlen und an finanzielle Informationen zu gelangen. Für ihre Kampagnen verwenden die Angreifer zunehmend selbst KI, wie Omer Dembinsky, Data Research Manager bei
Check Point Research, anmerkt: "Da generative KI die Erstellung überzeugender E-Mails und geklonter Websites in grossem Massstab erleichtert, benötigen Unternehmen Präventionsmassnahmen, die sowohl den Posteingang als auch das gesamte Internet abdecken."
(ubi)