Google musste aufgrund von EU-Regeln jüngst seine Websuche anpassen. Und wie der Suchriese gegenüber "Reuters"
ausführt, gehe damit ein massgeblicher Qualitätsverlust einher. Laut
Google ist es gar der grösste Verlust in 29 Jahren Suchmaschinengeschichte. Grund für die Anpassungen ist eine Strafe unter dem Digital Markets Act (DMA) über 460 Millionen Euro gegen Google ("Swiss IT Magazine"
berichtete). Laut der EU-Kommission habe der Konzern einzelne Suchergebnisse so dargestellt, dass eigene Dienste deutlich prominenter dargestellt wurden. Google hatte 60 Tage Zeit, entsprechende Änderungen umzusetzen, bevor erneut Strafen fällig geworden wären.
Die notwendigen Änderungen, um den EU-Vorgaben zu entsprechen, seien eine schlechte Idee. Denn somit würde die Suchmaschinen nun vor allem Vergleichsseiten wie Booking.com bevorzugen, statt etwa Hotelbetreiber oder Restaurants.
Laut Google müssen sich etwa Hotelbetreiber auf massgebliche Umsatzeinbussen gefasst machen. Frühere Tests hätten einen Traffic-Einbruch von etwa 30 Prozent gezeigt. Die Nutzer hätten sich in Tests ebenfalls unzufrieden gezeigt.
Wie sich die Änderungen auf die Schweiz auswirken, muss sich erst noch zeigen. Oft gelten vergleichbare Anpassungen in der EU auch hierzulande. Laut Google sind Nutzer ausserhalb der EU aber ausdrücklich nicht betroffen.
(win)