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Ein Dutzend Highlights der CES 2026
Quelle: CES

Ein Dutzend Highlights der CES 2026

Zwölf spannende Gadgets und Tech-Innovationen der Consumer Electronics Show in Las Vegas.

Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2026/01

     

Die CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas eröffnete das Jahr auch 2026 mit einem Feuerwerk an neuen und zukünftigen Produkten aus den unterschiedlichsten Segmenten, in denen Technologie eine Rolle spielt. Besonders präsent waren in diesem Jahr wenig überraschend KI-basierte Anwendungen, aber auch Technologie aus dem Bereich E-Health oder Robotik, wo es von smarten Staubsaugern und Rasenmähern bis hin zum Haushaltsroboter so einiges zu sehen gab. Smart-Home-Lösungen, beeindruckende TV-Neuheiten, der Bereich Gaming und Displays oder Mobilgeräte spielten natürlich genauso eine Rolle wie Automotive und Advanced Mobility. Im Wearable-Bereich auffallend war die Fülle an Neuvorstellungen aus dem AR-/VR-Bereich mit diversen smarten Brillen, die in den kommenden Monaten erscheinen. Natürlich wurden auch zahlreiche spannende Neuerungen aus dem ICT-Segment gezeigt – etwa ein 52-Zoll-Monstermonitor von Dell, diverse KI-Notebooks der grossen Hersteller oder auch ein Lenovo-Notebook mit seitlich ausfahrbarem Display. Diese Neuerungen aus dem PC-Bereich werden wir in «Swiss IT Magazine» in den kommenden Monaten bei Verfügbarkeit in der Schweiz vorstellen. An dieser Stelle präsentieren wir nun eine Auswahl an CES-Neuheiten, die die Redaktion spannend fand. (dow/win/mw)

Roborock Saros Rover

Mit dem Saros Rover hat Roborock einen neuartigen Haushaltsroboter präsentiert, der erstmals eine sogenannte Zwei-Radbein-Architektur nutzt. Jedes der beiden beweglichen Elemente vereint Rad und Beinmechanik, was es dem Gerät ermöglicht, sich in bislang unerreichter Weise an unebenes Terrain anzupassen. Der Roboter kann unabhängig voneinander Radbeine anheben oder senken und damit Treppen steigen, kleine Sprünge ausführen, abrupt stoppen sowie Richtungswechsel und agile Wendemanöver vollziehen. Daneben ist die Rede von der Kombination von KI-Algorithmen mit komplexen Bewegungssensoren und 3D-Raumerkennung, um die Umgebung präzise zu erfassen und Bewegungen entsprechend anzupassen. Der Saros Rover befindet sich aktuell in der Entwicklung; ein genaues Veröffentlichungsdatum wurde noch nicht bekanntgegeben.

Switchbot Obboto

Von Smart-Home-Spezialist Switchbot gab es nebst dem humanoiden Haushaltsroboter Onero H1 oder Türschlüsseln mit Gesichtserkennung auch Obboto – eine Art Las Vegas Sphere im Kleinformat. Die Tischlampe in Form einer Dreiviertelkugel ist mit 2900 RGB LED bestückt und kann allerlei darstellen, etwa Wetterinformationen und die Uhrzeit, aber auch Musikvisualisierung, eigene Bilder und GIFs, Animationen oder spezielle Visualisierungen für Schlaf, Konzentration oder Entspannung. Obboto kann bereits bestellt werden und kostet um die 200 Franken.

Lego Smart Play

Für Aufsehen hat auch der dänische Spielzeugkonzern Lego gesorgt, und zwar mit der Vorstellung von Lego Smart Play. Lego Smart Play erweitert physische Lego-­Modelle um digitale Interaktivität, und das ganz ohne Bildschirm. Herzstück der Technologie ist der neue Lego Smart Brick, ein kompakter Baustein mit integrierten Sensoren, Lautsprecher, Beschleunigungsmesser und drahtloser Ladefunktion. Ergänzt wird das System durch Smart Tags und Smart Minifiguren, die auf Bewegungen und Interaktionen mit passenden Geräuschen und Effekten reagieren. Zum Marktstart sind drei interaktive Sets aus dem Lego-Star-Wars-Universum verfügbar, die ikonische Szenen durch Funktionen wie Lasereffekte, Motorengeräusche oder Soundtracks zum Leben erwecken sollen. Die Produkte sind ab dem 1. März 2026 erhältlich, die Sets kosten zwischen rund 70 und 160 Franken.

Vivoo Smart Toilet


Vivoo hat sich als Unternehmen auf die Analyse von Urin spezialisiert und an der CES das Produkt Smart Toilet vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Gerät, das an der Toilettenschüssel befestigt wird und mittels Sensoren überwacht, wie gut eine Person hydriert ist. Das Resultat wird dann ans Smartphone übermittelt, das einem sagt, ob man genug trinkt oder nicht. Das Gerät kann bereits bestellt werden, aktuell für 99 Dollar, und soll ab Sommer ausgeliefert werden.

Inkposter Duna

Hersteller Inkposter hat gemeinsam mit dem italienischen Designstudio Pininfarina das laut eigenen Angaben weltweit erste farbige E-Paper-Poster im A1-Format vorgestellt. Das Display mit dem Namen Duna soll eine papierähnliche Bildqualität ohne Hintergrundbeleuchtung bieten. Die Arbeit von Pininfarina kommt beim Rahmen aus gebogenem Metall und Alcantara ins Spiel. Duna arbeitet kabellos und kommt mit einer Akkuladung bis zu einem Jahr aus. Über die Ink­poster-App lassen sich lizenzierte Kunstwerke sowie eigene Inhalte anzeigen. Als Verkaufsstart wird Mai angestrebt, der Preis wird um die 6000 Franken liegen.

Ikea Kallsup

Ikea zeigte an der CES 2026 mit dem Kallsup einen winzigen Bluetooth-Lautsprecher, der eher nach Deko als nach Technik aussieht und trotzdem für Stimmung sorgen will. Der farbige Würfel misst nur 7 x 7 x 7 Zentimeter, steht auf kleinen Füssen und wird per USB-C geladen. Oben gibt’s zwei Tasten fürs Koppeln sowie für Play und Pause, gefunkt wird mit Bluetooth 5.3. Praktisch ist der laut Ikea austauschbare Akku. Wer den Kallsup an der Messe kurz ausprobiert hat, beschreibt ihn als überraschend laut für dieses Mini-Format. Basswunder sollte man keine erwarten, aber für Küche, Schlafzimmer oder mehrere kleine Soundpunkte im Raum scheint er genau die richtige Dosis zu liefern. Laut Hersteller lassen sich zudem mehrere Kallsup zusammenschalten, theoretisch bis zu 100 Stück. Kosten soll der kleine Würfel rund 8 Franken, erhältlich ist er ab April 2026.

Even Realities G2 Display Smart Glasses und R1 Smart Ring

Die Even G2 Display Smart Glasses von Even Realities setzen auf eine eher zurückhaltende Idee der Smart-Brille. Statt Kamera und Lautsprechern gibt’s ein kleines Display, das kurze Texthinweise direkt ins Sichtfeld projiziert. Dazu kommen KI-Funktionen für Übersetzungen in 29 Sprachen sowie Teleprompter, Navigation und Notizen. Als Ergänzung gibt es den Even R1 Smart Ring aus Zirkonia-Keramik und Edelstahl, der die Brille per Gesten steuern soll und nebenbei Gesundheitstracking beherrscht. Preislich liegt die Brille bei rund 660 Franken, der Ring bei rund 250 Franken. Beide sind ab sofort über die Website der Marke erhältlich.

Fraimic Smart Canvas

Das Smart Canvas von Fraimic gibt sich als klassischer Bilderrahmen, nur dass hinter dem Holzrahmen ein E-Ink-Display sitzt. Damit lassen sich Wandbilder nach Lust und Laune austauschen. Eigene Fotos und Grafiken kommen per App und WLAN aufs Gerät, unterstützt werden JPEG und PNG. Wer statt Ferienfotos lieber frische «Kunst» möchte, spricht einen Prompt ins kleine Mikrofon am Rahmen, und Fraimic generiert daraus ein KI-Bild. Im Innern arbeitet ein E-Ink-Spectra-6-Panel mit bis zu 200 ppi. Weil das Display vor allem beim Bildwechsel Strom braucht, verspricht der Hersteller eine Akkulaufzeit von mehreren Jahren. Das Smart Canvas gibt’s in 13,3 Zoll für 322 Franken oder in 31,5 Zoll für 806 Franken. Ausgeliefert werden die Bilderrahmen ab Juni 2026.

Nimble Champ Stack 10K

Wer seine Powerbank schon einmal widerwillig aus der Hand geben musste, versteht die Idee hinter Nimbles Neuheit sofort. An der CES 2026 zeigte der Zubehörhersteller die Champ Stack 10K, die auf den ersten Blick wie eine gewöhnliche 10’000-mAh-Powerbank mit integriertem USB-C-Kabel wirkt. Der Unterschied steckt in der Mitte. Das Gehäuse lässt sich nämlich trennen, wodurch aus einem Akku zwei eigenständige 5000-mAh-Powerbanks werden, die unabhängig voneinander genutzt werden können. Laut Hersteller reicht die Kapazität pro Hälfte aus, um ein Smartphone einmal vollständig aufzuladen. Bei der Leistung muss man allerdings Abstriche machen. Als Ganzes liefert die Powerbank bis zu 30 Watt, im geteilten Betrieb sind es 20 Watt pro Hälfte. Erscheinen soll die Champ Stack 10K im Frühling 2026.

Ecoldbrew

Wer Cold Brew Kaffee mag, kennt vor allem eines: Warten. Der Hersteller Ecoldbrew stellte an der CES 2026 ein gleichnamiges Gerät vor, das den kalt extrahierten Kaffee in nur fünf Minuten zubereiten soll. Optisch erinnert es an einen grossen Trinkbecher im Stanley-Cup-Stil, die eigentliche Technik sitzt im Aufsatz. Dort kommen ganze Bohnen hinein, die direkt gemahlen werden, danach nutzt das Gerät das Wasser aus dem Becher und bereitet daraus einen konzentrierten Cold Brew zu. Der Mahlgrad lässt sich oben per Drehknopf einstellen. Ob das Ergebnis geschmacklich mit klassisch angesetztem Cold Brew mithält, wird sich erst zeigen. Kosten soll der Ecoldbrew rund 80 Franken, ein Veröffentlichungsdatum ist noch nicht bekannt.

Seattle Ultrasonics C-200 Chef’s Knife

Das Herzstück jeder gut ausgestatteten Hobbyküche ist für die meisten Freizeit-Chefs wohl das grosse Universalmesser. Und mit dem C-200 Ultrasonic Chef’s Knife bekommt das bewährte Werkzeug nun ein High-Tech-Upgrade: Eine pro Sekunde 30’000-mal vibrierende Klinge. Die nicht wahrnehmbare Vibration wird über einen Knopf am Griff aktiviert und soll das Messer deutlich schärfer machen als es ist. Versprochen werden 50 Prozent weniger Krafteinsatz beim Schneiden, weniger festklebendes Schnittgut an der Klinge und eine einfachere Reinigung. Die 20 Zentimeter lange Klinge ist aus japanischem Stahl aus drei Lagen gefertigt. Im IP65-zertifizierten Griff sitzt ein auswechselbarer 1100-mAh-Akku. Dieser wird am besten über die magnetische Wandhalterung aus Holz (ebenfalls mit Akku) mit Wireless Charging geladen. Das Messer inklusive Charging-­Wandhalterung kostet umgerechnet 376 Franken.

Corsair Galleon 100 SD Keyboard

Mit dem Galleon 100 SD Keyboard bringt Corsair eine rund 350 Franken teure Tastatur mit Doppelfunktion: Statt dem Nummernblock findet sich rechts neben den Pfeiltasten ein Stream Deck, also ein weitgehend frei konfigurierbares Tasten-Set für verschiedene Anwendungen. Die zwölf Tasten sind kleine LCDs, passen sich visuell also der Konfiguration an, dazu gibt’s zwei Drehknöpfe und ein grösseres Hauptdisplay. Geboten werden zahlreiche Integrationen für Kreatoren, Gamer und Poweruser, verfügbar sind neben vielen Games etwa Twitch, Spotify, OBS und viele mehr (weitere kommen laufend hinzu). Die Konfiguration geschieht über die eigene Stream-Deck-App. Dazu bietet die Tastatur die gewohnten Vorzüge einer mechanischen Gaming-­Tastatur wie 8000-Hz-Polling und RGB-Beleuchtung.


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